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06.02.2001

10:54 Uhr

ddp BERLIN. Die Zahl der Asylbewerber ist im Januar um 27,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Wie das Bundesinnenministerium am Dienstag in Berlin mitteilte, beantragten im Januar 2001 insgesamt 7.583 Menschen Asyl in Deutschland. Im Dezember 2000 waren es noch 5.963. Ebenfalls gestiegen sei die Zahl der Asylanträge im Vergleich zum Januar 2000, und zwar um 14,6 Prozent. Innenminister Otto Schily (SPD) betonte, angesichts der neuen Zahlen seien «weiter alle Anstrengungen notwendig, um zu einer Beschleunigung» bei Asylverfahren zu kommen.

Über dem Durchschnitt des vergangenen Jahres lag im Januar 2001 die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge. Bei 3,5 Prozent aller Entscheidungen wurden den Angaben zufolge die Antragsteller als Asylbewerber anerkannt. Bei zwölf Prozent der Entscheidung erhielten die Antragsteller Abschiebeschutz im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention.

Wie das Ministerium weiter mitteilte, kamen die meisten Asylbewerber (1.264) aus dem Irak. An zweiter Stelle folgt die Bundesrepublik Jugoslawien. Im Januar kamen den Angaben zufolge mit 690 Personen 36,6 Prozent mehr Asylbewerber von dort als noch im Dezember. Die Zahl der Flüchtlinge, über deren Anträge noch nicht entschieden wurde betrug Ende Januar laut Ministerium 47.145.

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