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12.06.2000

13:14 Uhr

Zahlen für April - Zentralbank bleibt bei Nullzinspolitik

Japans Leistungsbilanz mit Plus von 40 Prozent

Das Finanzministerium rechnet nicht unbedingt damit, dass sich der Trend fortsetzt. Der hohe Ölpreis oder der starke Yen belasten die Wirtschaft weiterhin.

dpa/dpa-afx/vwd TOKIO. Japans Überschuss in der Leistungsbilanz ist im April verglichen mit dem Vorjahresmonat um 40,2 Prozent gestiegen. Wie das Finanzministerium am Montag in Tokio mitteile, betrug der Überschuss 1,2 Billionen Yen (etwa elf Mrd. $). Im März war der Leistungsbilanzüberschuss um 25 Prozent und im Februar um 33,3 Prozent gewachsen.

Die heute veröffentlichten Zahlen liegen über den Erwartungen, hieß es. Die Experten hatten mit einem Mehrbetrag von 974 Mrd. bis 1,09 Billionen Yen gerechnet.

Trotz des mehrmonatigen Aufwärtstrends bei den Überschüssen rechnet das Ministerium nicht unbedingt damit, dass sich diese Tendenz in den nächsten Monaten weiter fortsetzt. Die Faktoren, die den Überschuss im vergangenen Jahr verringerten, wie der hohe Ölpreis oder der starke Yen, seien weiterhin vorhanden, sagte ein Ministeriumssprecher.

Die japanische Zentralbank gab unterdessen bekannt, sie bleibe bei ihrer Nullzinspolitik. Einen entsprechenden Mehrheitsbeschluss hat der Geldpolitische Rat des Institutes am Montag gefasst. Zur Erläuterung teilte die Zentralbank mit, die Nullzinspolitik solle die Wirksamkeit der lockeren Geldpolitik verstärken. Die Sitzung des Rates war die erste von zwei für Juni angesetzten und dauerte sechs Stunden. Die "minutes" zum Zinsentscheid werden am 21. Juni veröffentlicht.

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