Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.04.2003

17:02 Uhr

Zehn Prozent mehr Umsatz - Gewinn gesteigert

Merck & Co bekräftigt Prognosen

Der weltweit drittgrößte Pharmakonzern Merck & Co hat seinen Gewinn im ersten Quartal 2003 wie erwartet um fünf Prozent gesteigert und seine Erwartungen für das Gesamtjahr bekräftigt. Die soliden Zahlen lösten an der Börse zwar keine Begeisterung aus, der Dow-Jones-Wert legte aber in einem schwächeren Umfeld um knapp 1,9 % zu und schloss bei 56,96 Dollar.

Reuters NEW YORK. In den ersten drei Monaten des Jahres sei der Netto-Gewinn auf 1,71 Mrd. Dollar oder 76 Cent je Aktie gestiegen von 1,63 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum, teilte das in Whitehouse Station im US-Bundesstaat New Jersey ansässige Unternehmen am Montag mit. Damit traf der Konzern exakt den Durchschnitt der Erwartungen der Analysten.

Der Umsatz des Unternehmens stieg um zehn Prozent auf 13,4 Mrd. Dollar. Stark zugelegt haben dabei die Bluthochdruck-Medikamente Cozaar und Hyzaar, das Osteoporose-Mittel Fosamax und das Allergie-Medikament Singulair. Sie machten den Umsatzrückgang des Arthritis-Medikamentes Vioxx mehr als wett.

Beim wichtigsten Medikament, dem Cholesterinsenker Zocor, legte der Umsatz um knapp sieben Prozent zu, was angesichts bisheriger Steigerungen wenig war. Der Zuwachs verlangsame sich wegen des Auslaufens der europäischen Patente, hieß es. Das Arthritis-Medikament Vioxx wird durch Meldungen belastet, es erhöhe möglicherweise das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko.

"Die mäßigen Umsätze von Zocor und Vioxx hängen zum Teil mit den Lagerbeständen zusammen, die kleiner sind als im vergangenen Quartal, als die Großhändler ihre Regale aufgefüllt haben", sagte Analyst Robert Hazlett von Sun Trust Robertson Humphrey. "Aber das wird durch die anhaltende Stärke der Bluthochdruckmedikamente wettgemacht", fügte er hinzu.

Merck bekräftigte, das Unternehmen erwarte in diesem Jahr zwischen 3,40 und 3,47 Dollar Gewinn je Aktie. Dies entspräche einem Gewinnanstieg um mehr als zehn Prozent gegenüber 2002, als der Gewinn pro Aktie zum Vorjahr unverändert war. Anders als seine Konkurrenten Pfizer und GlaxoSmithKline hat Merck auf Umsatzrückgänge durch auslaufende Patente nicht mit Akquisitionen reagiert. Statt dessen versucht der Konzern das Tempo in der Entwicklung neuer Medikamente zu erhöhen und kündigte am Montag eine weitere Erhöhung seines Forschungsbudgets an. Die Summe werde um 13 bis 17 % gesteigert, hieß es. Bisher war ein Zuwachs um zehn bis zwölf Prozent angekündigt.

Merck & Co plant nach eigenen Angaben nach wie vor abhängig von den Marktverhältnissen den Börsengang seiner Medco-Tochter Mitte des Jahres. Wegen ungünstiger Marktbedingungen hatte das Unternehmen dies mehrmals verschoben.

Der Kurs der Merck-Aktie stieg am Montag zunächst um 3,15 % auf 57,64 Dollar. Gegen Abend gab der Wert wieder nach und der Dow-Jones-Index schloss mit einem Minus von 0,1 % bei knapp 8329 Punkten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×