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25.06.2000

19:00 Uhr

Zeichnungsfrist beginnt Dienstag

Analytik Jena kosten 20 bis 24 Euro

Die Aktien der Analytik Jena AG werden Anlegern zu einem Preis zwischen 20 und 24 Euro angeboten.

sk BERLIN. Die Aktien der Analytik Jena AG, Jena, werden Anlegern zu einem Preis zwischen 20 und 24 Euro angeboten. Das erfuhr das Handelsblatt aus dem Unternehmen. Die Zeichnungsfrist beginnt am Dienstag und endet am Donnerstag. Die Erstnotiz ist für den 3. Juli geplant. Bezogen auf die Ausgabe von 1 Mill. neuer Aktien, bringt der Börsengang dem Unternehmen einen Emissionserlös von 20 bis 24 Mill. Euro ein.

Insgesamt werden unter Führung der Hypovereinsbank bis zu 1,733 Mill. Aktien (einschließlich der Mehrzuteilungsreserve von 180 000 Papieren) angeboten, von denen allerdings 733 000 Aktien von den Altgesellschaftern stammen. Die Unternehmensgründer und Vorstände der Analytik Jena, Klaus Berka und Jens Adomat, halten bislang jeweils 37,55 % der Anteile. Der Gang an den Neuen Markt soll ihr Paket auf insgesamt 43 % reduzieren. Der Anteil der Jenoptik-Tochter Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft (DEWB) soll von 24,9 % auf 7,5 % sinken. In den Streubesitz sollen 49,5 % gelangen.

Die einstige Ausgründung aus dem Carl-Zeiss-Kombinat der DDR war 1990 zunächst als reines Vertriebsunternehmen gestartet. Heute entwickeln, fertigen und vertreiben die Jenaer analytische Messgeräte für chemische und biotechnologische Anwendungen und können auf internationale Neuheiten wie die Atom-Absorptions-Spektroskopie verweisen. Dabei handelt es sich um ein Verfahren zur direkten Analyse von festen Stoffen - ohne den Zusatz chemischer Hilfsmittel. Das Unternehmen beschäftigt heute 210 Mitarbeiter, davon sind 40 in Forschung und Entwicklung. Der Umsatz, der im vergangenen Geschäftsjahr 1998/99 (30.9.) 19,1 Mill. Euro betrug, soll sich in den kommenden Jahren um jeweils 20 % bis 35 % erhöhen. Den Jahresüberschuss will Vorstand Berka von zuletzt 0,3 Mill. Euro um jährlich möglichst 60 % bis 100 % steigern.

Die Einnahmen aus dem Börsengang will Analytik Jena vor allem für Forschung und Entwicklung ausgeben sowie für den Ausbau des internationalen Auftritts, vor allem in England, Frankreich und den USA. Der Export soll nach den Vorstellungen des Vorstands innerhalb der kommenden drei Jahre von heute 16 % auf 35 % steigen. Auch über Unternehmensakquisitionen denkt Berka nach.

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