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27.01.2003

19:52 Uhr

"Zeit für den Irak läuft aus"

Weißes Haus nennt Bericht der Inspekteure „Furcht erregend“

Die US-Regierung hat nach dem Irak-Bericht der UN - Waffeninspekteure im Weltsicherheitsrat klar gemacht, dass sie keine Änderung des irakischen Verhaltens mehr erwartet. Die Inspekteure würden an der Nase herumgeführt, und mehr Zeit für sie bedeute, dass sie noch länger an der Nase herumgeführt werden könnten, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, am Montag.

HB/dpa WASHINGTON. Der Bericht der Inspekteure halte in "Furcht erregender" Weise vor Augen, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitze. Diese Waffen könnten der zivilisierten Welt "unsäglichen Schrecken" bringen, sagte Fleischer. Präsident George W. Bush hoffe immer noch, dass Saddam einlenke, aber es gebe dafür keine Anzeichen.

Der Sprecher betonte weiter, es gebe keinen Zeitplan, wie lange die Inspektionen noch andauern sollten. Die USA würden gemäß ihrem Versprechen Konsultationen mit den UN, mit Freunden und den Verbündeten führen. Aber es sei klar, dass die Zeit für den Irak auslaufe. Die Lage werde sich weiterentwickeln und der Schluss von Saddams Verhalten bestimmt. "Eines Tages, früher oder später, wird er entweder abrüsten oder wird abgerüstet."

Auch ein hoher Beamter des US-Außenministeriums sagte: "Der Irak hat die Chance, die ihm gegeben wurde, nicht genutzt." So habe Bagdad keinerlei Angaben über den Verbleib von Resten früherer Chemie- und Biowaffenprogramme gemacht und Tausende von Dokumenten im Privathaus eines Wissenschaftler versteckt. "Nichts weist bislang darauf hin, dass der Irak kooperiert."

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