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13.01.2003

21:00 Uhr

Zeitungsbericht

Bertelsmann will Fachverlagssparte verkaufen

Der Medienkonzern Bertelsmann hofft einem Zeitungsbericht zufolge, bis März dieses Jahres den geplanten Verkauf seiner Fachverlagsgruppe Bertelsmann-Springer abzuschließen.

Reuters FRANKFURT. Vor kurzem seien an rund 40 Interessenten ausführliche Unterlagen gegangen, sagten der stellvertretende Vorsitzende und Finanzchef Siegfried Luther und das für die Sparte zuständige Vorstandsmitglied Arnold Bahlmann der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagausgabe). Ursprünglich hätten sich weit mehr Interessenten gemeldet, die aber oftmals nur Teile der Sparte erwerben wollten. Bertelsmann erwarte im Laufe des Januars konkrete Angebote, sagten die Vorstände. Bei den meisten Kandidaten handele es sich um Kapitalanlagegesellschaften oder Investoren.

Luther sagte der Zeitung, er halte es für unwahrscheinlich, dass einer der großen Wettbewerber wie Reed Elsevier, Wolters Kluwer oder Thomson zum Zuge kämen. Dafür gebe es neben kartellrechtlichen Hürden auch Gründe, die in der Ausrichtung der Unternehmen oder in der Eigentümerstruktur lägen. Angaben über Preisvorstellungen machten die Vorstände nicht.

Bertelsmann-Springer ist die größte deutsche Fachverlagsgruppe. Zur Gruppe gehören 70 Verlage in 16 Ländern, in denen mehr als 5000 Mitarbeiter Fachzeitschriften, Fachliteratur und CD-Rom herausgeben sowie Datenbanken und Online-Dienste betreiben und Fachkongresse in den Gebieten Wissenschaft, Medizin, Technik, Wirtschaft, Bau, Architektur und Verkehr veranstalten. Der Umsatz beträgt etwa 750 Millionen Euro.

Im Dezember war in Medienberichten spekuliert worden, dass die britischen Beteiligungsgesellschaften Cinven und Candover die Übernahme von BertelsmannSpringer planten. Der Wissenschaftsverlag solle mit Kluwer Academic Publishers zusammengeschlossen werden, berichteten Zeitungen damals ohne Angabe von Quellen. Cinven und Candover hatten Kluwer Academic Publishers Medienberichten zufolge von der niederländischen Wolters Kluwer für 600 Millionen Euro übernommen. Das Fachverlagsgeschäft war von Bertelsmann in der Vergangenheit mit einer Milliarde Euro bewertet worden.

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