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30.01.2001

13:44 Uhr

Zentralbank tagt am Donnerstag

Gewerkschaft fordert Zinssenkung der EZB

Durch Zinssenkungen ließen sich Beschäftigungseffekte erzielen, die noch in diesem Jahr den Arbeitsmarkt belebten, glaubt die IG Metall. Vor dem Hintergrund sich abschwächender Wachstumsraten müsse die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik lockern, hieß es heute.

vwd FRANKFURT. Die IG Metall hat die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinssenkungen aufgefordert. Nach Auffassung des zweiten Vorsitzenden der IG Metall, Jürgen Peters, müssen alle wirtschafts- und finanzpolitischen Möglichkeiten zur Förderung eines stabilen und dauerhaften Wirtschaftswachstums genutzt werden. Vor dem Hintergrund sich abschwächender Wachstumsraten komme es dabei vor allem auf die EZB an. "Die Europäische Zentralbank muss ihre Geldpolitik lockern, die Zinsen senken und so die Anreize für die Binnennachfrage geben", sagte Peters am Dienstag in Frankfurt.

Entsprechende Beschlüsse solle die Europäische Zentralbank auf ihrer am Donnerstag anstehenden Sitzung fassen. Die Lohnpolitik habe durch Tarifvereinbarungen mit längeren Laufzeiten bereits ihren Beitrag für weiteres wirtschaftliches Wachstum geleistet. Gleichzeitig gingen von der Kostenseite keine Inflationsgefahren aus. Dazu hätten insbesondere die gesunkenen Ölpreise und der wieder erstarkte Euro beigetragen, so Peters. Der Konjunkturabschwung in den USA und der nicht mehr so stark wachsende Export führten anderseits aber zu einem abgeschwächten Nachfragewachstum.

"Gefährdet ist also nicht die Preisstabilität. Gefährdet sind vielmehr Wachstum und Beschäftigung", sagte der IG Metall-Vize. Durch Zinssenkungen ließen sich Beschäftigungseffekte erzielen, die noch in diesem Jahr den Arbeitsmarkt belebten.

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