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16.01.2003

13:48 Uhr

Ziel Libyen

Fahnder entdecken deutsches Chemiewaffen-Material

Die italienische Polizei hat im Hafen von Genua mehrere Dutzend Tonnen der chemischen Substanz Morpholin beschlagnahmt, die auch zur Herstellung von Chemiewaffen verwendet werden könnte.

HB/dpa GENUA. Das Material stamme aus einer Fabrik in Deutschland und sei über Belgien nach Genua gebracht worden. Von dort sollte es nach Libyen verschifft werden, teilten die Ermittler am Donnerstag mit.

Die Substanz dürfe jedoch nicht in das nordafrikanische Land exportiert werden, hieß es. Die Beschlagnahme, die fast einen Monat zurückliegt, war am Donnerstag durch einen Bericht der Tageszeitung "La Repubblica" bekannt geworden.

Morpholin werde auch für zivile Zwecke benötigt, betonte die Polizei. So werde es bei der Herstellung zahlreicher Produkte wie Lösungsmittel und Pestizide oder auch Düngemittel verwendet, hieß es. Die Ladung von ca. 40 Tonnen werde untersucht, um auszuschließen, dass sich anderen Chemikalien darunter befinden.

Nach dem Bericht der "Repubblica" war das Morpholin von einem Unternehmen in Brüssel "mit engen Kontakten zu Moslems" verschickt worden. Belgien gelte als Operationsbasis islamischer Terroristen, schreibt das Blatt.

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