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30.07.2000

15:13 Uhr

Ziel: Stärkung der Kernkompetenzen

WamS: Metro und Wal-Mart vor Bündnis

Wal-Mart würde durch die Übernahme von Real und Extra die gewünschte Spitzenstellung in Deutschland erhalten.

Reuters HAMBURG. Die Einzelhandelskonzerne Metro AG, Düsseldorf, und Wal-Mart Stores Inc , Betonville, prüfen nach Informationen der "Welt am Sonntag" (WamS) ein Bündnis, bei dem jeder Konzern seine Kernkompetenzen durch die Übernahme von Firmenteilen des anderen stärkt. Unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete die Sonntagszeitung, die Metro könnte ihr mit den Real-SB-Warenhäuern und Extra-Verbrauchermärkten betriebenes Lebensmittelgeschäft an den US-Konzern abgeben. Im Gegenzug würde die Metro in den USA die Großhandelskette Sam's Club erhalten.

Zu anhaltenden Spekulationen über eine Übernahme und Zerschlagung der Metro durch den weltweit führenden Einzelhandelskonzern Wal-Mart (Umsatz: 165 Mrd. $) hatten die drei Metro-Mehrheitseigner-Familien vor Kurzem reagiert und ihr Festhalten an der Metro bekräftigt.

Dem Zeitungsbericht zufolge könnte die Metro sich im wesentlichen auf das Großhandelsgeschäft (Cash & Carry) konzentrieren. Wal-Mart würde durch die Übernahme von Real und Extra mit einem Umsatzvolumen von rund 21,4 Mrd. DM in Deutschland die gewünschte Spitzenstellung erhalten. Nach dem Markteintritt in Deutschland hat Wal-Mart zwar ein Umsatzvolumen von rund fünf Mrd. DM aufgebaut, das aber Berichten zufolge mit hohen Verlusten verbunden war. Offizielle Zahlen von Wal-Mart in Deutschland gibt es nicht.

Mögliche Wertdifferenzen bei dem Beteiligungstausch würden ausgezahlt, hieß es weiter. Das Abkommen würden zudem noch von einem "Waffenstillstand" gekrönt. Die Firmen garantierten, die Handelsform des anderen künftig zu meiden.

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