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11.01.2001

13:19 Uhr

Ziel: Wiedererlangen des Vertrauens in die Marke

Bridgestone-Chef Kaizaki tritt zurück

Der Präsident des durch eine Rückrufaktion in die Schlagzeilen geratenen japanischen Reifenherstellers zieht aus den Diskussion der letzten Zeit die Konsequenzen.

Reuters TOKIO. Der Präsident des durch eine Rückrufaktion in die Schlagzeilen geratenen japanischen Reifenherstellers Bridgestone, Yoichiro Kaizaki, wird zurücktreten. Nachfolger werde der Manager Shigeo Watanabe, teilte das Unternehmen heute mit. Kaizaki sagte, er habe sich zu dem Schritt entschlossen, um das Management in Zeiten des sich schnell verändernden globalen Marktumfeldes zu stärken und um das Vertrauen der Verbraucher und Aktionäre wiederzuerlangen. "Das wichtigste Ziel für die Bridgestone - Gruppe ist das Wiedererlangen des Vertrauens in die Marke", sagte Watanabe auf einer Pressekonferenz.

Die US-Tochter Firestone hatte im August den Rückruf von 6,5 Mill. Reifen angekündigt. Hintergrund der vor allem in den USA laufenden Aktion sind Unfälle von Fahrzeugen mit Firestone Reifen, bei denen sich die Lauffläche gelöst haben soll. Damit wurden nach früheren Angaben der US-Verkehrssicherheitsbehörde rund 148 Unfalltote in Verbindung gebracht. Das Unternehmen hatte im Dezember auf Grund der Rückrufaktion seine Gewinnschätzung für das laufende Jahr um 80 % gesenkt. Von Analysten wurde der Rücktritt begrüßt. Christopher Redl, Analyst bei UBS Warburg, sagte Anleger seien über das Krisenmanagement von Kaikaki verärgert gewesen. Kaikai sei zwar ein starker Manager, dessen Umgang mit der Rückrufaktion lobenswert gewesen sei. Aber die Krisenbewältigung der Öffentlichkeitsarbeit habe nicht gegriffen. Seiiji Sugiura von Normura Securities, wertete den Rücktritt als Zeichen dafür, dass das Unternehmen einen Schlußstrich unter die Rückrufaktion ziehen wolle.

Im Oktober hatte es bereits bei der US-Tochter Firestone einen Führungswechsel gegeben. Firestone-Chef Masatoshi Ono war durch John Lampe ersetzt worden.

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