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01.02.2001

18:54 Uhr

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Zinssenkung schon eingepreist

VonWALL STREET CORRESPONDENTS

Langsam aber sicher konnten sich der Dow Jones und der Nasdaq Index bis zum Vormittag in die Gewinnzone vorkämpfen. Am Nachmittag tendieren die beiden Börsenbarometer jedoch wieder nahezu unverändert. Vor allem Cisco und Oracle versuchen den Technologie-Index ins Plus zu ziehen.

Neben Finanzwerten profitieren die Blue Chips heute vor allem vom Konsumsektor. Colgate-Palmolive hat am Morgen Zahlen gemeldet und die Konsensschätzungen mit einem Gewinn von 45 Cents pro Aktie um einen Cent übertroffen. Colgate kann etwa 1,5 Prozent bis zum Mittag zulegen. Procter & Gamble und 3M gesellen sich zu den Gewinnern im Dow Jones.



Die Zinsentscheidung ist vorüber und die Märkte sind wieder zum Alltagsgeschäft übergegangen. Alan Greespan hat wie erwartet gehandelt und die Zinsen um 50 Basispunkte gesenkt. Profitieren konnten davon, wenn auch etwas verspätet, heute die Finanzwerte. Insgesamt wird wieder einmal deutlich, dass die Börse zukünftige Entwicklungen stärker bewertet. So schauen Anleger nun schon auf die morgen veröffentlichten Arbeitsmarktdaten, um Greenspans nächsten Schritt vorherzusagen.



Philip Morris kann von der Empfehlung von Goldman Sachs profitieren. Die Analysten erhöhen das Kursziel um fünf bis zehn Dollar auf 55 bis 60 Dollar.



Zwar nicht übertreffen, jedoch erfüllen konnte Verizon die Prognosen. Das Telekomunternehmen hat im vergangenen Quartal einen Gewinn von 77 Prozent erwirtschaftet. Im abgelaufenen Quartal hat das Unternehmen rund 240.000 neue Kunden gewinnen. Das Papier verliert jedoch bis zum Mittag rund zwei Prozent an Börsenwert.



Das gute Ergebnis von Sprint sorgt dagegen für Phantasie auf dem Telekommunikationssektor. Die Telefongesellschaft konnte die Konsensschätzungen der Analysten mit einem Gewinn von 41 Cents pro Aktie um zwei Cents übertreffen. Die Aktie gewinnt 1,5 Prozent.



Cisco

und Oracle halten das Technologiebarometer. Diese Kursteigerung ist jedoch hauptsächlich auf eine technische Reaktion zurückzuführen.



Network Appliance

drückt die Nasdaq nach unten. Der Netzwerkhersteller wurde von der Credit Suisse First Boston von "kaufen" auf "halten" abgestuft. Das Analystenhaus macht vor allem die abkühlende Konjunktur und den wachsenden Konkurrenzdruck für diesen Schritt verantwortlich. Konkurrenten wie EMC oder Sun Microsystems konnten dem Unternehmen Marktanteile streitig machen.



Auf dem Technologie-Sektor unterstützen die guten Quartalszahlen von Celestica. Der viertgrößte US-Hersteller von Elektrokomponenten hat seinen Gewinn im vierten Quartal mehr als verdreifacht und konnte die Erwartungen der Analysten schlagen. Die Aktie legt in den ersten Handelsminuten rund acht Prozent an Wert zu.



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