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13.06.2000

12:15 Uhr

Zu den Kunden zählen u.a. Konzerne wie RWE, Ruhrgas und Mannesmann

BOV strebt an den Neuen Markt

Der Anbieter von E-Services plant den Gang an den Neuen Markt.

vwd FRANKFURT. Als Anbieter von E-Services begleitet die BOV AG, Essen, die so genannte Old Economy an die digitalen Marktplätze. Das Unternehmen ist seit zehn Jahren im Geschäft und strebt nun an den Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse. "Wir sind ein One-Stop-Supplier, der die gesamte Wertschöpfungskette im Angebot hat", erklärte der Gründer und Vorstandssprecher Kay Mühlenbruch. BOV verbinde die Kerndatenbestände großer Unternehmen mit den neuen E-Commerce-Systemen. Zu den Kunden zählen unter anderem Konzerne wie RWE, Ruhrgas und Mannesmann.



Individuelle Software

Nach den Worten des Vorstandssprechers ist BOV keine "Dot-Com-Firma" und kein IT-Dienstleister. "Wir sind seit zehn Jahren mit Gewinn im Geschäft", betonte Mühlenbruch. Das Unternehmen arbeite herstellerunabhängig und verkaufe keine Hardware. Die angebotene Software sei individuell für die Kunden geschrieben. Im Unterschied zur Konkurrenz verfüge BOV über eine eigene Handelsplattform-Software. Angeboten würden digitale Handelsplätze, die jedermann offen stünden und nicht nur bestimmten Unternehmen zugänglich seien. Nach Ansicht Mühlenbruchs sind die derzeit üblichen Handelsplattformen auf Grund kartellrechtlicher Probleme nur eine Übergangserscheinung.

Ein weiterer Unterschied zu den Mitbewerbern sei die höhere Kompetenz im Bereich der Großrechner, erläuterte Stefan Wiesenberg, Vorstand und ebenfalls Mitbegründer des Unternehmens. Der Kundenkreis sei ein ganz anderer, da BOV ausschließlich für Großunternehmen der Old Economy arbeite. Wiesenberg sieht für das Unternehmen gute Wachstumschancen. Über strategische Akquisitionen soll BOV zunächst in das deutschsprachige Ausland expandieren und dann nach England und Frankreich. Seit der Unternehmensgründung schreibe man schwarze Zahlen, und das "werden wir auch beibehalten", betonte Wiesenberg.



Aktien aus Kapitalerhöhung sollen an die Börse gebracht werden

BOV beschäftigt den Angaben zufolge rund 200 Mitarbeiter und erwirtschaftete in den Jahren 1998 und 1999 einen Umsatz von rund elf Mill. (konsolidiert) bzw. rund 40 Mill. DM. Die EBIT-Marge lag im vergangenen Jahr bei zwei Prozent. Bis 2001 soll sie in den zweistelligen Bereich wachsen. Das Grundkapital ist bislang in sechs Mill. Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro aufgeteilt. Darüber hinaus werden jetzt zwei Mill. Aktien aus einer Kapitalerhöhung an die Börse gebracht. Zudem ist ein Greenshoe von 300 000 Stückaktien vorgesehen, der von den Gründungsaktionären zur Verfügung gestellt wird.



Erstnotiz ist für den 21. Juni geplant

Für die Altaktionäre gelte ein Lock-up-Frist von 36 Monaten nach Platzierung der Aktien, betonte Wiesenberg. Altaktionäre seien neben den Gründern auch die "Key-Mitarbeiter". Auf dem Weg zur Erstnotiz am Neuen Markt am 21. Juni wird das Unternehmen von der WestLB begleitet.

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