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13.01.2004

15:07 Uhr

Zühlsdorff: „Keine Sorge“ - Leipzigs Milliarden-Spiel Olympia

Wirbel und Irritationen vor Dankeschön-Essen

Die Welle der Spekulationen ebbt nicht ab, seit der Kanzler den Olympia-Gipfel verschoben hat. Doch im Kanzleramt stellt man sich demonstrativ hinter die Bewerbung, mit Diskussionen um die Finanzierung der Spiele habe das alles nichts zu tun.

HB LEIPZIG/HAMBURG. Obwohl das seit einem Monat für Mittwoch terminierte Spitzentreffen beim Regierungschef zum Dankeschön-Essen herunter gefahren und der Olympia-Gipfel auf März verschoben wurde, steht die Bundesregierung weiter uneingeschränkt zur Olympia-Bewerbung 2012. "Der Bundeskanzler hat gerade erst in Leipzig seine positive Haltung gegenüber den Bewerbungen von Leipzig und Rostock zum Ausdruck gebracht und öffentlich gemacht", sagte Regierungssprecher Bela Anda. Ein Sprecher des Kanzleramtes bestätigte, dass die Verlegung unabhängig von Kosten-Hochrechnungen sei und "überhaupt nichts zu tun hat" mit Diskussionen um die Finanzierung der Spiele.

Zwei Tage vor Abgabe des beantworteten Fragebogens an das Internationale Olympische Komitee (IOC) sah auch Geschäftsführer Peter Zühlsdorff von der "Leipzig 2012 GmbH" am Dienstag angesichts des Wirbels und der Irritationen umd den Termin beim Kanzler keine Veranlassung zur Sorge. "Es wird wohl niemand mehr den Begriff Olympia-Gipfel verwenden. Aber es ist für März ein Treffen in größerer Runde mit der Wirtschaft und Vertretern aus der Gesellschaft geplant. Ein genaues Datum steht noch nicht fest", erklärte Zühlsdorff. Neben dem verlegten Gipfel hatten Kosten-Prognosen Spekulationen über die Durchführbarkeit des Milliarden-Events ausgelöst.

Der "Spiegel" berichtete von internen Hochrechnungen über neun bis 14 Mrd. ?. Insider halten sogar Summen darüber hinaus für realistisch. Auf jeden Fall stellt sich die Frage: Wer soll das bezahlen? Die möglichen Kosten für die Spiele in Leipzig werden auch im ausgefüllten Fragebogen nicht in vollem Umfang aufgeführt. Das Papier werden die Sachsen durch einen Boten termingerecht am 15. Januar an das IOC übergeben.

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