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06.07.2000

13:51 Uhr

ap MÜNCHEN. Der Münchner Anwalt Michael Witti hat die für Ende Juli geplante Abschlusserklärung der Verhandlungen über die Entschädigung für NS-Zwangsarbeiter kritisiert. "Ich überlege mir, ob ich die unterschreibe", sagte Witti am Mittwochabend bei einer Veranstaltung in München.

In der Erklärung würden die Verhandlungen als fair und die Auszahlung von zehn Milliarden Mark als beste Lösung bezeichnet. Das Ergebnis sei aber nur eine Geste und ein "bitterer Kompromiss", sagte Witti und fügte hinzu: "Zufrieden kann keiner sein." Vermögensansprüche der NS-Opfer würden nicht entschädigt. Es sei ein Fehler gewesen, Vermögensschäden und Zwangsarbeit gemeinsam zu verhandeln, meinte Witti. Sammelklagen gegen deutsche Unternehmen vor US-Gerichten blieben bestehen.

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