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14.01.2001

14:57 Uhr

Zum fünften Mal in Folge

Schering erwartet Rekordgewinn

Der Pharmakonzern Schering wird für das Gesamtjahr 2000 nach Aussagen seines Vorstandschefs ein Nettoergebnis von über 300 Mill. Euro ausweisen.

Reuters MÜNCHEN. Der Pharmakonzern Schering wird für das Gesamtjahr 2000 nach Aussagen seines Vorstandschefs, Giuseppe Vita, ein Nettoergebnis von über 300 Mill. Euro ausweisen. "Wir sind auf dem besten Weg, zum fünften Mal in Folge einen Rekordgewinn zu erzielen", sagte Vita der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagsausgabe). Er rechnet den Angaben zufolge mit einer Steigerung des Umsatzes auf 4,4 Mrd. Euro und des Nettogewinns auf mehr als 300 Mill. Euro. Im Jahr 1999 hatte der Konzern einen Umsatz von 3,67 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 272 Mill. Euro erzielt. Auch für das Jahr 2001 erwartet Vita, der seinen Posten im April an Hubertus Erlen abgibt, ein gutes Jahr. "Ich verlange von meinem Nachfolger zum sechsten Mal ein Rekordergebnis", zitiert das Blatt Vita.

Auftrieb erwarte Vita im laufenden Jahr auch von dem Agrarunternehmen Aventis CropScience, hieß es weiter. Nach Millionen-Verlusten mit gentechnisch verändertem Mais im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr solle Aventis CropScience im laufenden Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben. Auch wolle Schering seine Stellung bei dem Gemeinschaftsunternehmen mit dem deutsch-französischen Pharmakonzern Aventis stärken. Zu diesem Zweck würden derzeit Gespräche geführt. Eine volle Übernahme von Aventis CropScience passe jedoch nicht in das Konzept von Schering, sagte Vita weiter.

Aventis will sich auf Pharmageschäft konzenntrieren

Aventis, die früheren Angaben zufolge rund 76 % an Aventis CropScience halten, wollen sich von der Tochter trennen, um sich künftig voll auf das Pharmageschäft zu konzentrieren. Der Ausstieg bedarf jedoch der Zustimmung von Schering, die rund 24 % der Anteile halten. Von einem Börsengang des Unternehmens halte Vita angesichts des schwachen Börsenumfeldes jedoch nichts, hieß es in dem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" weiter.

Den im Oktober 2000 verschobenen Börsengang der Biotech-Tochter Metagen bezeichnete Vita in dem Bericht als nicht belastend für Schering. Schering habe genügend Geld in der Kasse und sei nicht auf den Börsengang angewiesen, hieß es. Da das Investoren-Interesse an Metagen geringer als erwartet gewesen sei, werde die Firma erst Ende 2002 und nicht wie ursprünglich geplant im ersten Halbjahr 2001 an die Börse gebracht, hatte Schering im Oktober die Verschiebung begründet.

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