Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.03.2003

11:14 Uhr

Zunehmende Dynamik erwartet

BMW für 2003 vorsichtig optimitisch

Der Autokonzern BMW hält sich angesichts der Irak-Krise nach wie vor mit einer genauen Prognose für das laufende Geschäftsjahr zurück. Finanzchef Stefan Krause bekräftigte im Vorfeld des Genfer Automobilsalons am Dienstag lediglich, dass der Konzernumsatz 2003 gegenüber dem Vorjahr steigen soll.

Reuters GENF. Krause sagte weiter, er erwarte nach dem Modellwechsel bei der mittleren 5er-Baureihe eine "zunehmende Dynamik" des Absatzes im zweiten Halbjahr. "Wir gehen davon aus, dass wir nach dem verlangsamten Absatz dann wieder zu normalen Wachstumsraten zurückkehren werden", sagte Krause. Er lehnte eine Prognose für das Gesamtjahr mit Blick auf die weltpolitischen Unsicherheiten ab und sagte, möglicherweise könne auf der Bilanz-Pressekonferenz am 19. März dazu eine Aussage gemacht werden.

Krause sagte weiter, derzeit liege neben der weltpolitischen Unsicherheit infolge der Irak-Krise die Steuerpolitik in Deutschland "wie Blei auf dem Kaufverhalten." BMW gehe davon aus, dass die von der Bundesregierung geplante Dienstwagensteuer nicht umgesetzt werde und erwarte sich endgültige Klarheit darüber im Mai. "Wir hoffen, dass sich die Vernunft durchsetzt", sagte Krause.

Zur Irak-Krise sagte er, BMW gehe in seiner Geschäftsplanung nicht von einem Krieg aus und habe daher auch keine "Alternativplanung in der Schublade." Auch ein kurzer Krieg werde seiner Ansicht nach keine "Riesen-Krise" auslösen.

Krause begründete seine Erwartung an eine zunehmende Dynamik des Absatzes im zweiten Halbjahr neben den dann zur Verfügung stehenden neuen Modellen auch mit dem Alter des Fahrzeugbestandes. Das durchschnittliche Alter der Fahrzeuge liege bei sieben Jahren, dies sei ein Indiz dafür, dass die Nachfrage zurzeit durch viele Unwägbarkeiten blockiert sei.

"Wir haben viel Geld in neue Modelle investiert... Das ist natürlich eine Belastung für unseren Gewinn auf jährlicher Basis gesehen", sagte Krause. Er lehnte es aber ab, die Belastung zu beziffern.

Der BMW-Konzern hatte den Umsatz 2002 um 9,9 Prozent auf 42,28 Milliarden Euro gesteigert und dabei auch das Ergebnis nach eigenen Angaben deutlich verbessert. Im Januar 2003 hatte BMW nur dank des Kleinwagens Mini seinen Absatz gesteigert. Von der Kernmarke BMW verkaufte der Münchener Autobauer vor dem Auslaufen einiger Modelle dagegen deutlich weniger Autos als ein Jahr zuvor.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×