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30.01.2003

10:40 Uhr

jkn DÜSSELDORF. Leasing hat eine lange Geschichte. Bereits die Sumerer setzten in ihrer damaligen Heimat (heute: Irak) bei ihren Geschäften Instrumente ein, die dem heutigen Leasing ähnelten.

Das Grundprinzip ist einfach: Eine Ware wird erworben, den Kaufpreis zahlt ein Leasingpartner, häufig eine Leasinggesellschaft. Im Gegenzug verpflichtet sich der Käufer, eine Zeit lang feste Raten an den Leasingpartner zu zahlen. Nach Ablauf der Frist - in der Regel zwischen ein und vier Jahre - kann der Käufer das Objekt für einen Restpreis erwerben.

Die Vorteile des "Mietens" liegen auf der Hand. Firmen können investieren, ohne neue Kredite aufnehmen zu müssen. Damit ist das "Mieten" insbesondere für kleine Firmen und Existenzgründer ein geeignetes Mittel. Aber auch etwas größere Unternehmen profitieren. Sie können ihre Kreditlinie für andere strategische Zwecke einsetzen.

Als Mittel, den eigenen Absatz anzukurbeln, wurde Leasing erstmals im 19. Jahrhundert eingesetzt. US-Firmen wie die Telefongesellschaft Bell nutzten das "Vermieten" ab 1877 gezielt beim Absatz ihrer Telefonapparate.

Diese Form des Leasings gewann in den Folgejahren in Amerika an Bedeutung. So vermietete etwa die heutige IBM in den 20er-Jahren ihre Lochkartenanlagen.

Richtig professionalisiert wurde das Leasing in den 50er-Jahren, als in den USA die ersten Leasinggesellschaften auftauchten, die das Geschäft mit dem "Mieten" als eigentlichen Unternehmenszweck ansahen. Im stark fragmentierten deutschen Markt gibt es heute rund 2 000 solcher Leasingfirmen.

Quelle: Handelsblatt

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