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27.01.2005

12:59 Uhr

Zurückhaltende Reaktion auf Chiracs Weltsteuer-Plan

Blair will Afrika in der G8 helfen

Der britische Premierminister Tony Blair hat auf Frankreichs Vorstoß für eine Art Weltsteuer zugunsten der Entwicklungsländer zurückhaltend reagiert. "Darüber muss diskutiert werden", sagte Blair am Donnerstag beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos.

HB DAVOS. Die Vorschläge gingen jedoch in die richtige Richtung, nämlich das Engagement der reichen für die armen Länder zu verstärken, betonte der britische Regierungschef in dem Schweizer Alpen-Ort.

Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac hatte am Vorabend bei der Eröffnung der WEF-Konferenz per Videoschaltung aus Paris konkrete Vorschläge für die Armutsbekämpfung unterbreitet. Dazu gehören Abgaben auf internationale Kapitalbewegungen, die Besteuerung der bisher weitgehend abgabenfreien Treibstoffe für Schiffe und Flugzeuge oder ein Zuschlag auf Flugtickets.

Blair, der zusammen mit Microsoft-Gründer Bill Gates und dem irischen Pop-Sänger Bono vor die Presse trat, rief erneut dazu auf, vor allem Afrika partnerschaftlich zu helfen. "Es wäre unvernünftig, einen ganzen Kontinent so zu lassen, wie er jetzt ist", meinte Blair unter Hinweis auf Hunger und Seuchen. Er werde die britische Präsidentschaft der G-8-Gruppe (aus den sieben führende Industriestaaten und Russland) sowie die EU-Ratspräsidentschaft in diesem Jahr nutzen, um das bereits erarbeite Hilfsprogramm auf den Weg zu bringen.

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