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08.01.2001

17:30 Uhr

Die nächste Runde ist eingeläutet: In der amerikanischen Luftfahrt ist eine Fusionswelle angelaufen, die am Ende wohl nur drei große Unternehmen übrig lassen wird. Wer nicht zum Nischenanbieter werden will, muss über kurz oder lang entweder bei United, American oder Delta Air Lines unterkriechen. Unter Zugzwang ist jetzt besonders Delta, die Nummer drei der Branche. Um den Anschluss an die beiden Konkurrenten nicht zu verlieren, muss sie bei den kleineren Airlines um Fusionspartner buhlen - und voraussichtlich einen hohen Preis zahlen.

Noch ist die Fusionswelle in der Airline-Industrie ein amerikanisches Phänomen. Doch auf Dauer werden auch die europäischen Fluggesellschaften sich dem Zwang zur Größe nicht entziehen können. Denn wenn die US-Airlines zu dominant werden, geraten irgendwann auch die fein austarierten globalen Allianzen aus dem Gleichgewicht. Schon um nicht zum Anhängsel ihrer US-Partner zu werden, müssen die europäischen Unternehmen ihre Kräfte bündeln.

Den Anfang machen dabei sicherlich kleinere Fluggesellschaften wie KLM, Swissair oder Alitalia. Ihnen fehlt nicht nur ein starker Heimatmarkt, sondern auch das Geflecht Gewinn bringender Partnerschaften. Doch auch Lufthansa oder British Airways werden langfristig nicht daran vorbeikommen, den einen oder anderen ihrer Partner zu übernehmen - bevor es ein anderer tut.

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