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01.04.2003

18:28 Uhr

Zusätzliche Belastungen

KLM will mehrere tausend Stellen streichen

Die niederländische Fluggesellschaft KLM will mit der Streichung von mehreren Tausend Stellen auf die zusätzlichen Belastungen durch den Irak-Krieg und die in Asien grassierende Lungenkrankheit SARS reagieren.

Reuters AMSTERDAM. Das Unternehmen kündigte am Dienstag "weitgehende Schritte" zur Kostensenkung an. Verstärkte Entlassungen seien dabei nicht auszuschließen. KLM beschäftigt derzeit mehr als 30 000 Mitarbeiter. Angaben zur Höhe der erwarteten Einsparungen machte die Fluglinie zunächst nicht. Analysten schätzten diese auf rund 500 Mill. ?. KLM teilte lediglich mit, die Kosten pro Passagier sollten um zehn Prozent reduziert werden. Erste Ergebnisse würden im gerade begonnenen Geschäftsjahr (bis Ende März 2004) sichtbar werden.

Die Niederländer verwiesen auf die schädlichen Auswirkungen der Irak-Krise und des sich ausbreitenden lebensgefährlichen Schweren Akuten Atemwegsyndroms (SARS) auf den Luftverkehr. Zusätzlich zu den befürchteten negativen Folgen für die Weltkonjunktur sorgt der Krieg für Buchungsrückgänge insbesondere auf den Routen in den Nahen Osten sowie für erhöhte Treibstoffpreise. Auch wegen der vor allem in China vorkommenden Lungenerkrankung SARS ist es zu deutlichen Buchungsrückgängen bei Flügen in asiatische Länder gekommen.

Die Luftfahrtbranche befindet sich bereits seit längerem in einer schweren Krise. Vor allem die international tätigen großen Fluglinien leiden unter der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung, den Auswirkungen des 11. September 2001 und der verschärften Konkurrenz durch Billigflieger.

Die KLM-Aktien reagierten mit Kursverlusten auf die Ankündigung des Unternehmens. Die Papiere verloren gegen den Markttrend an der Amsterdamer Börse knapp sechs Prozent auf 5,40 ?.

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