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22.01.2003

13:15 Uhr

Zusammenarbeit bei Transporter-Modellen

Daimler-Chrysler vor großem VW-Deal

Die Autokonzerne Daimler-Chrysler und Volkswagen wollen ihre Zusammenarbeit bei künftigen Transporter- Modellen der Reihe Sprinter und VW LT deutlich ausbauen. Sprecher beider Unternehmen bestätigten am Mittwoch entsprechende Gespräche.

HB/dpa STUTTGART/HANNOVER. Grundsätzlich hatten sich beide Seiten schon im September 2002 auf eine Verlängerung des seit 1986 bestehenden Entwicklungs- und Lizenzvertrags geeinigt. Jetzt geht es nach Informationen aus Unternehmenskreisen auch um eine gemeinsame Plattform und Produktion, die im Jahr 2006 anlaufen könnte.

Als möglicher Standort kommt nach Einschätzung von Branchenkennern das Daimler-Chrysler-Werk in Ludwigsfelde (Brandenburg) in Frage. Laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe) könnten dort pro Jahr bis zu 50 000 LT3 hergestellt werden. Die bisherige Jahresproduktion im VW-Werk Hannover beträgt aber nur knapp 40 000 Einheiten, so dass damit Daimler-Chrysler für VW die komplette Fertigung übernehmen würde.

Ein VW-Sprecher wollte dies nicht kommentieren. Das Werk in Hannover erhält jedoch neben der Produktion der VW-Transporter und Großraumlimousinen (Multivan und Caravelle) bis 1,5 Tonnen ("Bully") künftig auch den vor allem für den US-Markt vorgesehenen Microbus mit rund 100 000 Einheiten jährlich.

Nach Daimler-Chrysler-Angaben steht bereits fest, dass ein Teil des Sprinter-Nachfolgers in Ludwigsfelde gebaut wird, weil das Düsseldorfer Werk ausgelastet sei. Bisher fertigte Daimler-Chrysler jährlich rund 120 000 Sprinter. Daimler-Chrysler-Vorstand Eckhard Cordes hatte auf der IAA-Nutzfahrzeuge im September 2002 in Hannover angekündigt, die neue Sprinter-Generation werde wahrscheinlich auch in den USA gebaut.

In Brandenburg wird derzeit der Vaneo hergestellt. Der Verkauf des Kompakt-Vans hatte die Erwartungen nicht erfüllt, Daimler-Chrysler drosselte daher 2002 die Produktion um knapp ein Drittel auf 22 000 Einheiten.

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