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20.06.2000

14:04 Uhr

Washington (dpa) - Privatleute und Unternehmen können künftig in den USA praktisch alle Geschäfte über das Internet mit einer digitalen Unterschrift besiegeln. Nach dem Abgeordnetenhaus billigte am Freitag auch der Senat ein entsprechendes Gesetz. Die noch fehlende Zustimmung des Präsidenten Bill Clinton gilt als sicher.

Die Befürworter des Gesetzes erwarten einen gewaltigen Schub für den Onlinehandel über die bisher üblichen Buch- und CD-Verkäufe hinaus. Bisher hätten viele Vertragsschlüsse über das Internet gescheut, weil sie Fälschungen befürchteten. Die verschlüsselte digitale Unterschrift soll Verträge sicher machen.

Hauskäufer können künftig ihre Hypothekarkredite per E-Mail aufnehmen. Autokäufe über das Internet werden ebenso möglich wie rechtsgültige Online-Verträge von Firmen untereinander. Allerdings bleiben «heikle» Dokumente wie Adoptionsurkunden und Erbschaftsunterlagen vorerst ausgeschlossen.

Die Debatte über das Gesetz hatte zwei Jahre gedauert, da die Demokraten den Verbraucherschutz nicht genügend gewährleistet sahen. Sie hatten unter anderem befürchtet, dass Firmen oder Hausverwalter Benachrichtigungen über Preiserhöhungen oder Kündigungen per E-Mail verschicken könnten, ohne sicher zu stellen, dass die Kunden auch die notwendige Technik haben, um die Nachricht zu empfangen. Damit hätten die Kunden Einspruchsfristen versäumen können. Nun müssen Firmen zunächst klären, ob ihre Kunden die technischen Voraussetzungen besitzen, bevor sie Verträge oder ähnliche Dokumente verschicken.

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