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21.01.2001

14:13 Uhr

Zuwenig Zinsen und attraktive Konkurrenzangebote

Weniger Spareinlagen in Deutschland

Zuwenig Zinsen und attraktive Konkurrenzangebote sind laut Bankenverband der Grund, dass das Volumen deutscher Sparanlagen schrumpft.

ap BERLIN. Das Volumen deutscher Spareinlagen ist nach Angaben des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) zurückgegangen. Der Grund: "Die bescheidenen Konditionen der zurückliegenden Jahre und attraktive Konkurrenzprodukte wie beispielsweise Aktienfonds änderten das Anlageverhalten der Deutschen."

Die Zinsen sanken und sanken in den vergangenen Jahren. Erst seit Oktober 2000 haben sie sich laut Bankenverband für kurz- bis mittelfristige Anlagen auf einem Niveau von vier bis fünf Prozent eingependelt.

Die Bundesbürger legten laut BdB 1997 trotz bereits fallender Zinsen noch fast 40 Mrd. DM zusätzlich auf Sparbüchern und Sparkonten zurück. Doch im Dezember 1999 waren es schon 8,7 Mrd. DM weniger, die in diese Anlageform investiert als zum Jahresanfang.

"Ende 1999 erreichten die Sparbeträge ein Gesamtvolumen von 1 225 Mrd. DM. Im März 2000 fiel das Volumen der Spareinlagen unter die 1,2 Billionen DM Grenze und erreichte diese seitdem auch nicht wieder." Ende September habe das Gesamtvolumen der Spareinlagen bei 1,137 Billionen DM gelegen.

"Wer kurz- oder mittelfristig anlegen und dabei auf Nummer Sicher gehen will, sollte verschiedene Anlageangebote kritisch unter die Lupe nehmen", empfiehlt der Bankenverband. Nach Durchschnittswerten vom Dezember 2000 würden im Schnitt folgende Zinsen gelten:

Für zehnjährige Bankgenussscheine 6,9 %

für achtjährige Pfandbriefe 5,4 %

für sechsjährige Bundesschatzbriefe (Typ A) 4,6 %

für vierjährige Banksparbriefe 5,1 %

für zweijährige Finanzierungsschätze 4,5 %

und für Sondersparformen der Banken 4,7 %.



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