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08.06.2000

13:22 Uhr

Zwangskoppelung mit Internet-Explorer könnte entfallen

AOL-Vizechef sieht Microsoft-Zerschlagung durchaus positiv

Die Spaltung des Microsoft-Konzerns in zwei Firmen birgt nach Meinung des Vizechefs von AOL-Europe, Stan Sugarman, auch Chancen.

dpa HAMBURG. "Die starke Einheit für Anwendungssoftware kann jetzt auch offensiv für andere Computersysteme als Windows entwickeln", sagte Sugarman am Donnerstag in Hamburg. "Die wären frei und nicht mehr an ein Betriebssystem gebunden." Die Entscheidung im Fall Microsoft hält Sugarman grundsätzlich für angemessen. "Ich freu mich nie, wenn ein Unternehmen zerschlagen wird. Aber in diesem Fall wurde bewiesen, dass sie ihre Marktmacht gegen Konkurrenten eingesetzt haben. Sie haben eine Grenze überschritten."

Auch für AOL könnte die Entscheidung Auswirkungen haben. "Vielleicht können wir jetzt unseren eigenen Internet-Browser Netscape in unserer Software einbauen. Das könnten wir frei entscheiden, falls die Gerichtsentscheidung Bestand hat." Bis jetzt hatte AOL den Internet Explorer von Microsoft integrieren müssen, um im Gegenzug auf Microsoft-Computern präsentiert zu werden. Die US- Muttergesellschaft America Online hatte den Internet-Pionier Netscape 1998 für zehn Mrd. $ (rund 20 Mrd.. DM) aufgekauft.

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