Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.01.2001

17:41 Uhr

ap SANTIAGO DE COMPOSTELA. In Spanien sind am Dienstag zwei mutmaßliche weitere Fälle der Rinderseuche BSE bekannt geworden. Wie die Behörden der Region Kastilien-Leon am Dienstag mitteilten, sollte der Verdacht noch im Verlauf dieser Woche überprüft werden. Unterdessen stieß eine Entscheidung der nordwestspanischen Region Galizien, Rinderkadaver in einem stillgelegten Bergwerk in der Provinz La Coruna zu deponieren, bei der betroffenen Bevölkerung auf Empörung.

Die galizische Regionalregierung teilte am Dienstag mit, seit Samstag seien die Überreste von etwa 100 Rindern in das Bergwerk bei dem Dorf Lanza gebracht und mit Löschkalk bedeckt worden. Weitere Kadaver sollten in den kommenden Tagen folgen. Die Bewohner von Lanza schätzten die Zahl der Tierkadaver in dem Bergwerk dagegen auf 300. Sie fürchten, dass die verwesenden Kadaver das Grundwasser verseuchen könnten. Der Bürgermeister des 500-Einwohner-Dorfes, Jose Fraga, appellierte an die Regionalregierung, die Lagerung zu stoppen.

Ein Sprecher des galizischen Landwirtschaftsministeriums teilte mit, die toten Rinder seien zwar nicht auf BSE getestet worden, sie seien aber alle durch Unfälle ums Leben gekommen oder an natürlichen Ursachen gestorben.

Bisher konnten spanische Bauern ihre toten Rinder auf ihrem eigenen Land begraben. Im Zuge der BSE-Krise hat die spanische Regierung aber angeordnet, die Kadaver müssten den regionalen Landwirtschaftsbehörden überstellt werden.



Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×