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08.01.2003

09:21 Uhr

Zwei Palästinenser getötet

Israels Armee geht weiter hart vor

Im Gaza-Streifen und im Westjordanland sind am Mittwoch Augenzeugenberichten zufolge zwei Palästinenser von Soldaten der israelischen Armee erschossen worden. Nach Angaben der Armee waren die Soldaten zuvor von Palästinensern angegriffen worden.

Reuters GAZA-STADT. Nach den Angaben palästinensischer Zeugen wurde ein 30 Jahre alter Palästinenser aus Chan Junis nahe der jüdischen Siedlung Neve Deklim im Gaza-Streifen von den Soldaten durch Kopfschuss getötet. Der Mann habe die Soldaten lediglich beobachtet.

Die Armee wollte den Tod des Palästinensers zunächst nicht bestätigen. Es hieß, die Soldaten seien dort mit Granaten und Molotow-Cocktails angegriffen worden.

Zeugen berichteten, in Saida bei Tulkarm im Westjordanland sei am Mittwoch ein 17-jähriger Palästinenser von israelischen Soldaten erschossen worden. Die Soldaten hätten zuvor das Wohnhaus eines Extremisten zerstört, der nach israelischer Darstellung für den Tod von acht Israelis verantwortlich war. Es habe in der Ortschaft eine Schießerei zwischen Soldaten und bewaffneten Palästinensern gegeben.

Seit Tagen geht die Armee auf Anordnung von Ministerpräsident Ariel Scharon mit besonderer Härte gegen mutmaßliche Extremisten in den Palästinensergebieten vor. Scharon hatte die Strafmaßnahmen gegen die Palästinenser nach einem von Palästinensern verübten Attentat verhängt, bei dem 22 Menschen getötet worden waren. Zu den Vergeltungsmaßnahmen gehört auch ein umfassendes Reiseverbot für Palästinenser.

Am 28. Januar finden in Israel Wahlen statt.

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