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08.01.2003

15:59 Uhr

Zweifel an politischer Durchsetzbarkeit von Bush-Programm

Dollar erholt sich von jüngsten Verlusten

Der Euro hat am Mittwoch bei einem an Impulsen armen Handel etwas an Boden zum Dollar verloren. Damit gewährten die Anleger der US-Währung Händlern zufolge eine Verschnaufpause nach den Kursverlusten der jüngsten Zeit, die den Dollar vergangene Woche zum Euro auf den tiefsten Stand seit drei Jahren geführt hatten.

Reuters LONDON. Der Markt beobachte die Entwicklung im Konflikt zwischen den USA und Irak und warte auf die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten am Freitag, sagte Junya Tanase, Global Markets Officer bei JP Morgan. "Die längerfristigen Aussichten für den Dollar sind zwar immer noch negativ, ein Großteil der Risiken ist aber schon in den Kursen enthalten", ergänzte Shahab Jalinoos, Devisenstratege von UBS Warburg mit Blick auf die Ängste vor einem US-Militärschlag gegen Irak wegen dessen angeblicher Verletzung der Uno-Abrüstungsresolution.

Am Nachmittag lag der Euro bei 1,0369/79 Dollar nach einem Stand von 1,0410/14 Dollar bei Handelsschluss am Dienstag in New York. Im Referenzkursverfahren EuroFX wurde der Kurs des Euro mit 1,0406 (1,0404) Dollar festgelegt. Die EZB ermittelte den Referenzkurs mit 1,0377 Dollar.

Derweil hielt die vom Markt erwartete Intervention der japanischen Zentralbank die US-Währung fast unverändert bei 120,13/16 Yen. In den vergangenen Tagen hatten hochrangige japanische Finanzpolitiker mehrfach angedeutet, die japanische Notenbank könne eingreifen, falls der Dollar unter die Marke von 120 Yen falle.

Von dem am Dienstag vorgestellten Programm der US-Regierung zur Ankurbelung der Wirtschaft seien keine weiteren Impulse zu erwarten, sagten Marktteilnehmer. Sie bezweifelten die politische Durchsetzbarkeit des 670-Milliarden-Dollar-Paketes. In Erwartung der Bekanntgabe der Regierungspläne hatte der Dollar kräftig zugelegt, nachdem er in den letzten Handelstagen des Jahres 2002 zeitweise auf ein Drei-Jahres-Tief gesunken war.

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