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27.01.2003

09:20 Uhr

Zweistelliges Wachstum erwartet

Südzucker auf Weg zum Rekordgewinn

Europas größter Zuckerkonzern Südzucker hat trotz eines Umsatzrückgangs in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2002/03 seinen Gewinn erhöht.

Reuters MANNHEIM. Das operative Ergebnis sei in den drei Quartalen zum 30. November um 19,2 Prozent auf 401 Millionen Euro gestiegen, teilte Südzucker am Montag in Mannheim mit. Profitiert habe der Konzern dabei von den zusätzlichen Beiträgen der 2001 erworbenen französischen Tochtergesellschaft Saint Louis Sucre (SLS). Die operative Marge habe sich auf 11,7 (Vorjahr 9,2) Prozent verbessert. Das um Saint Louis Sucre bereinigte operative Ergebnis im Segment Zucker sei allerdings in den ersten neun Monaten rückläufig gewesen. Einem verbesserten Ergebnis bei den osteuropäischen Zuckergesellschaften hätten geringere Ergebnisse im Exportgeschäft gegenübergestanden. Im Spezialitäten-Segment mit Stärke, Zuckerersatzstoffen und anderen Nahrungsmitteln kletterte das Ergebnis indes um 50 Prozent.

Der Umsatz ging nach dem Verkauf des Eiscreme-Herstellers Schöller um 6,4 Prozent auf 3,44 (3,67) Milliarden Euro zurück. Die Umsatzerlöse der neu hinzugekommenen Saint Louis Sucre von 722 Millionen Euro lagen den Angaben zufolge unter denen der im Vorjahr noch enthaltenen Schöller-Gruppe von 1,09 Milliarden Euro. Den Konzern-Jahresüberschuss bezifferte Südzucker auf 220,6 (194,9) Millionen Euro und das Ergebnis je Aktie mit 1,03 (1,02) Euro.

Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet Südzucker mit einem Anstieg des operativen Ergebnisses (2001/02: 465 Millionen Euro) und des Jahresüberschusses (Vorjahr: 281 Millionen Euro) um jeweils mehr als zehn Prozent. Anfang Dezember vergangenen Jahres hatte Südzucker für das Gesamtjahr einen Zuwachs des operativen Ergebnisses von 11,4 Prozent auf 518 Millionen Euro und des Nettogewinns von 14 Prozent auf 320 Millionen Euro prognostiziert. Das Ziel, die operative Marge nach dem Erwerb von Saint Louis Sucre auf zwölf (9,7) Prozent zu steigern, werde damit nahezu erreicht, prognostizierte Südzucker nun.

An Südzucker ist die Deutsche Bank mit 4,8 Prozent beteiligt. Die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft hält 56 Prozent an dem Zuckerkonzern. Die im MDax notierte Südzucker-Aktie gab im Vormittagshandel um 1,4 Prozent auf 15,40 Euro nach. Der MDax für mittelgroße Werte schwächte sich um 2,1 Prozent auf 2940 Punkte ab.

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