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20.01.2003

10:20 Uhr

Zweistelliges Wachstum geplant

Tui-Tochter Robinson hält Umsatz

Trotz allgemeiner Schwäche des Pauschaltourismus hat der Veranstalter von Cluburlaub, Robinson, seinen Umsatz 2002 nahezu stabil gehalten. Die Tochter des weltgrößten Reisekonzerns Tui (Hannover) habe 192 Millionen Euro verbucht und 303 000 Gäste in den Urlaub geschickt, sagte Robinson-Geschäftsführer Karl J. Pojer in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

HB/dpa HANNOVER. "2003 wollen wir beim Umsatz zweistellig wachsen." Damit würde Robinson erstmals die 200 Millionen-Euro-Marke überschreiten.

"Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden", sagte Pojer. Auch der Gewinn habe sich gut entwickelt. Zahlen nannte er aber nicht. Robinson gilt mit seinem Angebot im hochpreisigen Reisesegment als besonders renditestark für den Tui-Konzern. "Wir haben unser hohes Renditeniveau auch 2002 halten können."

In den 2002-Zahlen spiegele sich einerseits wider, dass "mit dem Club auf Mallorca ein umsatzstarkes Haus wegen Neubaus geschlossen war", sagte Pojer. Zudem habe auch Robinson die Zurückhaltung der Reisenden bei den Zielen Ägypten und vor allem Tunesien nach dem Terroranschlag von Djerba zu spüren gekommen. "Angesichts des Umfeldes haben wir das beste Ergebnis unserer Geschichte abgeliefert und uns so gegen den allgemeinen Trend gestemmt."

Die Auslastung aller 26 Clubs mit mehr als 13 000 Betten habe bei rund 80 Prozent gelegen. "Ein wichtiges Fundament dabei waren unsere Stammgäste." Ihr Anteil sei um zwei Prozentpunkte auf 71,2 Prozent gewachsen. Gleichzeitig sei auch der Marktanteil im Premium-Segment auf 72 Prozent gestiegen.

Prognosen für das nächste Jahr seien angesichts des drohenden Irak-Krieges sehr schwierig, räumte Pojer ein. "Zurzeit spüren wir aber noch keine Zurückhaltung - auch nicht bei den Buchungen für die Anlagen in der Türkei. "Zum Teil liegen unsere Zahlen doppelt so hoch wie im Vorjahr."

Trotz des hohen Marktanteils sieht Pojer in Deutschland noch Wachstumspotenzial. "Marktforschungen haben gezeigt, dass für etwa 1,5 Millionen Menschen in Deutschland gehobener Cluburlaub interessant ist." Robinson arbeite auch an einem weiteren Ausbau der Marke im Ausland. "Wir müssen aber vorsichtig damit sein. 80 Prozent unserer Gäste sind deutschsprachig. Wir müssen aufpassen, dass wir diese Homogenität nicht verlieren."

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