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27.03.2003

09:33 Uhr

Zweiter Todesfall in Singapur

Rolling Stones meiden Hongkong wegen SARS

Die Rolling Stones haben zwei Konzerte in Hongkong wegen der Verbreitung der mysteriösen Lungenerkrankungen in der Hafenmetropole kurzfristig abgesagt. Die Absage, die der staatliche Hongkonger Rundfunk am Donnerstag meldete, kam nur einen Tag vor dem geplanten ersten Konzert am Freitag.

Mick Jagger

Mick Jagger

HB/dpa HONGKONG/PEKING/SINGAPUR. Ob die Rolling Stones ihre für nächste Woche geplanten Konzerte in Schanghai und Peking und damit ihren ersten Auftritt in der Volksrepublik überhaupt auch absagen werden, blieb offen.

In China wurden unterdessen erstmals auch Erkrankungen in der nordchinesischen Provinz Shanxi bekannt. Am Vortag hatten die chinesischen Behörden ihr wochenlanges Schweigen gebrochen und mehr als 800 Erkrankungen und 34 Tote in der Südprovinz Guangdong und selbst in Peking zugegeben.

Aus Taiyuan, der Provinzhauptstadt von Shanxi, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua vier Erkrankungen. Zwei Patienten seien bereits aus dem Krankenhaus entlassen. In Peking zählte die Stadtregierung zehn Patienten, von denen drei gestorben seien. Sieben Erkrankte stammten auch aus der Provinz Shanxi, einer aus Hongkong. Das Zentrum der Epidemie liegt in der an Hongkong angrenzenden Südprovinz Guangdong, wo allein bis Ende Februar 792 Fälle und 31 Tote gezählt wurden wurden. Das Ausmaß der hoch ansteckenden Erkrankungen in China war damit aber weiterhin unklar. Außerhalb Chinas zählt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 487 Erkrankungen an dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom (SARS) und 17 Tote.

Zweiter SARS-Todesfall in Singapur

In Singapur ist innerhalb von nur einem Tag ein zweiter Patient an der mysteriösen Lungenkrankheit gestorben. Der Tote ist ein Pastor, der einen am Schweren Akuten Atemwegssyndrom (SARS) Erkrankten in einer Klinik besucht hatte, wie Singapurs Gesundheitsbehörden am Donnerstag mitteilten. Zuvor war ein 50-Jähriger gestorben, der Vater eines SARS-Patienten war.

Die Zahl der zu Hause unter Quarantäne gestellten Singapurer erhöhte sich unterdessen auf rund 860. Sie waren möglicherweise mit Infizierten in Kontakt gekommen und werden nun täglich untersucht. Am Mittwoch waren alle 370 staatlichen Schulen bis zum 6. April geschlossen worden. In dem tropischen Stadtstaat gibt es bislang 74 bekannte Fälle der asiatischen Lungenentzündung.

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