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17.01.2002

14:20 Uhr

Zwischenruf

Kommentar: Rosig ist Siemens Lage nicht

Heinrich von Pierer ist am Donnerstag wieder einmal gelungen, Zuversicht zu verbreiten. Für das neue Geschäftsjahr werde mit einem Gewinnplus gerechnet, sagte der Siemens-Chef vor seinen Aktionären.

HB cbu Die Börse vernahm es mit Freude - die Siemens-Aktie ging nach oben. Doch so rosig ist die Lage beim Münchener Hightech-Konzern nicht. Die weltweite Konjunkturlage ist unsicher wie nie zuvor. Und wie es auf den kriselnden Telekommunikationsmärkten weiter geht, ist auch völlig offen.

Derzeit kann Siemens zwar noch davon profitieren, dass wichtige Bereiche wie Medizintechnik, Kraftwerksbau und Verkehrstechnik entgegen dem allgemeinen Trend sehr gut laufen und kräftige Gewinne einfahren. Doch sollte die Welt-Konjunktur unvermindert in den Keller fahren, dann könnten auch diese langfristigen Geschäfte leiden, was Siemens hart treffen würde.

Dazu kommt: In der Telekommunikation kommt das wichtige Netzwerkgeschäft - einst der Vorzeigebereich der Münchener - nicht aus der Krise. Trotz erheblicher Anstrengungen zur Sanierung steckte der Bereich weiter in den roten Zahlen. Natürlich ist hier der Markt völlig zusammen gebrochen. Aber Siemens hat hier auch mit einer Reihe hausgemachter Probleme zu kämpfen. Trotz der vielen Unsicherheiten überzeugte von Pierer mal wieder - und das sogar, ohne sich auf eine genaue Prognose abzugeben. Aber der Markt klammert sich offenbar an jeden Strohhalm.

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