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19.02.2002

19:00 Uhr

scc DÜSSELDORF. Das Spezialsoftware SER Systems-Haus war im Juli 1997 eines der ersten Unternehmen, die am Neuen Markt gelistet wurden. Wenn es am 1. Mai vom Kurszettel verschwindet, wird der Name wenigsten noch zum Mahnmal taugen. Zur Erinnerung an ein Unternehmen, das den Zeichnern bereits an seinem ersten Handelstag 100 Prozent Kursgewinn brachte, das in den folgenden Jahren als einer der großen Stars am Börsenhimmel gefeiert wurde und das anschließend am eigenen Größenwahn zu Grunde ging.

Da akquirierte ein Vorstand wild herum, ohne an die damit verbundenen Integrationsprobleme zu denken. Da rechnete er in der Hochphase sogar Umsätze aus Akquisitionen in die Planzahlen ein, ohne überhaupt mit den Übernahmekandidaten zu sprechen. Frei nach dem Motto: Wir müssen Schönheit nach außen demonstrieren; denn unser Hauptziel ist es, dem Markt zu gefallen.

Heute steht die SER-Aktie für eine Beteiligungsgesellschaft, die kaum noch werthaltige Beteiligungen hält. Eine Hülle früherer Tage. Verloren hat wieder einmal der Anleger.

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