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45 Jahre Hippie-Festival

15 erstaunliche Fakten über Woodstock

Die Geburt der Luftgitarre, akustische Kriegskritik und ein Stromschlag als Karrierekick: Am 15. August 1969 feiern, tanzen und jubeln Tausende auf dem „Woodstock“. 15 überraschende Fakten zur Mutter aller Festivals.

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Besucher ohne EndeSchon vor Beginn des Woodstock-Festivals herrscht Chaos pur: Die Veranstalter erwarten rund 60.000 Besucher. Auf den Weg zum Open-Air-Festival machen sich dagegen rund eine Millionen Menschen. Etwa die Hälfte von ihnen bleibt in verstopften Zugangswegen stecken oder wird von der Polizei wieder nach Hause geschickt. Das Festival-Gelände erreichen schließlich immer noch über 400.000 Hippies. dpa - picture-alliance

Besucher ohne Ende

Schon vor Beginn des Woodstock-Festivals herrscht Chaos pur: Die Veranstalter erwarten rund 60.000 Besucher. Auf den Weg zum Open-Air-Festival machen sich dagegen rund eine Millionen Menschen. Etwa die Hälfte von ihnen bleibt in verstopften Zugangswegen stecken oder wird von der Polizei wieder nach Hause geschickt. Das Festival-Gelände erreichen schließlich immer noch über 400.000 Hippies.

Bild: dpa - picture-alliance

Wenig bis gar nichtsKein Vergleich zu heutigen Preisen: Das Woodstock-Ticket kostete ursprünglich für einen Tag acht Dollar, für drei Tage 24 Dollar. Doch die Besuchermassen reißen schon am ersten Tag sämtliche Zäune nieder. Woodstock wird zum Festival ohne Eintritt. dpa - picture-alliance

Wenig bis gar nichts

Kein Vergleich zu heutigen Preisen: Das Woodstock-Ticket kostete ursprünglich für einen Tag acht Dollar, für drei Tage 24 Dollar. Doch die Besuchermassen reißen schon am ersten Tag sämtliche Zäune nieder. Woodstock wird zum Festival ohne Eintritt.

Bild: dpa - picture-alliance

Bethel statt WoodstockStatt im Dorf Woodstock seinem Namen alle Ehre zu machen findet das Open-Air-Konzert 80 Kilometer entfernt auf einer Wiese bei Bethel statt. Der Grund: Die Woodstock-Bürger verbieten den geplanten Termin, als die Dimensionen des Hippie-Auflaufs erkennbar werden. Die Veranstalter haben Glück: Ein Milchfarmer aus Bethel stellt eine seiner Wiesen zur Verfügung. dpa - picture-alliance

Bethel statt Woodstock

Statt im Dorf Woodstock seinem Namen alle Ehre zu machen findet das Open-Air-Konzert 80 Kilometer entfernt auf einer Wiese bei Bethel statt. Der Grund: Die Woodstock-Bürger verbieten den geplanten Termin, als die Dimensionen des Hippie-Auflaufs erkennbar werden. Die Veranstalter haben Glück: Ein Milchfarmer aus Bethel stellt eine seiner Wiesen zur Verfügung.

Bild: dpa - picture-alliance

Eine Hommage an Bob DylanDer Name „The Woodstock Music and Art Fair“ bleibt auch nach der örtlichen Verlegung des Festivals nach Bethel. Von einigen Menschen wird dies auch als kleine Hommage an Bob Dylan (hier 1981 bei einem Konzert in München) verstanden. Der lebt zu der Zeit in Bearsville bei Woodstock. Eine Teilnahme am Open-Air-Festival sagt er aber nicht zu. dpa - picture-alliance

Eine Hommage an Bob Dylan

Der Name „The Woodstock Music and Art Fair“ bleibt auch nach der örtlichen Verlegung des Festivals nach Bethel. Von einigen Menschen wird dies auch als kleine Hommage an Bob Dylan (hier 1981 bei einem Konzert in München) verstanden. Der lebt zu der Zeit in Bearsville bei Woodstock. Eine Teilnahme am Open-Air-Festival sagt er aber nicht zu.

Bild: dpa - picture-alliance

Überdurchschnittlich hohe GagenDie Veranstalter, Woodstock Ventures, sind 1969 ein noch unbekanntes Unternehmen. Das führt dazu, dass die Rocker für ihren Auftritt überdurchschnittlich hohe Gagen verlangen. Jefferson Airplane werden mit 12.000 Dollar das Dreifache ihres üblichen Honorars gezahlt. Janis Joplin und The Who erhalten das Geld noch vor dem Auftritt in bar. Ebenso die Hippie-Gruppe „The Grateful Dead“. dpa - picture-alliance

Überdurchschnittlich hohe Gagen

Die Veranstalter, Woodstock Ventures, sind 1969 ein noch unbekanntes Unternehmen. Das führt dazu, dass die Rocker für ihren Auftritt überdurchschnittlich hohe Gagen verlangen. Jefferson Airplane werden mit 12.000 Dollar das Dreifache ihres üblichen Honorars gezahlt. Janis Joplin und The Who erhalten das Geld noch vor dem Auftritt in bar. Ebenso die Hippie-Gruppe „The Grateful Dead“.

Bild: dpa - picture-alliance

Karrieresprung durch Stromschlag Während eines Wolkenbruchs warnen die Veranstalter die Künstler vor der Gefahr auf der Bühne durch einen Stromschlag getötet zu werden. Alvin Lee (hier 2004 bei einem Auftritt in Luzern) von der Band Ten Years After  bleibt vollkommen entspannt: „Oh come on, if I get electrocuted at Woodstock we'll sell lots of records.“ („Ach kommt schon, wenn ich in Woodstock durch einen Stromschlag umkomme, werden wir ne Menge Platten verkaufen.“). dpa - picture-alliance

Karrieresprung durch Stromschlag

Während eines Wolkenbruchs warnen die Veranstalter die Künstler vor der Gefahr auf der Bühne durch einen Stromschlag getötet zu werden. Alvin Lee (hier 2004 bei einem Auftritt in Luzern) von der Band Ten Years After bleibt vollkommen entspannt: „Oh come on, if I get electrocuted at Woodstock we'll sell lots of records.“ („Ach kommt schon, wenn ich in Woodstock durch einen Stromschlag umkomme, werden wir ne Menge Platten verkaufen.“).

Bild: dpa - picture-alliance

Unmengen Müll und KleidungObwohl sogar Sänger John Sebastian die Festival-Besucher zur Ordnung mahnt: „Liebt einfach jeden Menschen neben euch und nehmt auf dem Rückweg etwas Müll mit“, häufen sich schon bald überall auf dem Gelände Dosen, Schachteln und Pappkartons. Doch nicht nur damit lässt sich die Wiese bedecken: Legte man alle Bekleidungsstücke in Woodstock nebeneinander auf den Boden, entstünde laut der „Welt“ ein Feld von rund zehn Millionen Yards aus Jeans und gestreiften T-Shirts. dpa - picture-alliance

Unmengen Müll und Kleidung

Obwohl sogar Sänger John Sebastian die Festival-Besucher zur Ordnung mahnt: „Liebt einfach jeden Menschen neben euch und nehmt auf dem Rückweg etwas Müll mit“, häufen sich schon bald überall auf dem Gelände Dosen, Schachteln und Pappkartons. Doch nicht nur damit lässt sich die Wiese bedecken: Legte man alle Bekleidungsstücke in Woodstock nebeneinander auf den Boden, entstünde laut der „Welt“ ein Feld von rund zehn Millionen Yards aus Jeans und gestreiften T-Shirts.

Bild: dpa - picture-alliance

Die Geschichte der LuftgitarreSänger Joe Cocker ist eine der Hauptattraktionen des Woodstock-Festivals. Hier prägt er übrigens auch nachhaltig die Bewegungsformen der Luftgitarre. Veranlassung zu dieser Bühnengestik ist das Gitarrensolo von „With a Little Help from My Friends“. dpa - picture-alliance

Die Geschichte der Luftgitarre

Sänger Joe Cocker ist eine der Hauptattraktionen des Woodstock-Festivals. Hier prägt er übrigens auch nachhaltig die Bewegungsformen der Luftgitarre. Veranlassung zu dieser Bühnengestik ist das Gitarrensolo von „With a Little Help from My Friends“.

Bild: dpa - picture-alliance

Chaos und akustische Kritik am VietnamkriegWährend der Auftritte der Musiker herrscht großes Chaos. In welcher genauen Reihenfolge die Künstler auftreten und wann sie welchen Song spielen, ist bis heute unklar. Jimi Hendrix stellt für sein Konzert in Woodstock sogar eine neue Band zusammen, die „Gypsy Sun & Rainbows“. Außerdem performed er erstmalig seine Interpretation der US-amerikanischen Nationalhymne „The Star-Spangled Banner“. Durch Spieltechnik und Spezialeffekte bindet Hendrix hörbar Kriegsszenen in die Hymne mit ein – eine Kritik am damaligen Vietnamkrieg der USA. AP/dpa

Chaos und akustische Kritik am Vietnamkrieg

Während der Auftritte der Musiker herrscht großes Chaos. In welcher genauen Reihenfolge die Künstler auftreten und wann sie welchen Song spielen, ist bis heute unklar. Jimi Hendrix stellt für sein Konzert in Woodstock sogar eine neue Band zusammen, die „Gypsy Sun & Rainbows“. Außerdem performed er erstmalig seine Interpretation der US-amerikanischen Nationalhymne „The Star-Spangled Banner“. Durch Spieltechnik und Spezialeffekte bindet Hendrix hörbar Kriegsszenen in die Hymne mit ein – eine Kritik am damaligen Vietnamkrieg der USA.

Bild: AP/dpa

Das Visum-Problem des John Lennon Musik-Legende John Lennon will angeblich ebenfalls auf dem Woodstock-Festival auftreten. Darüber, warum er es dennoch nicht tut, kursieren Gerüchte. Das wahrscheinlichste ist, dass die US-Behörden ihm ein Visum verweigern und der Brite daraufhin in Kanada fest steckt. dpa

Das Visum-Problem des John Lennon

Musik-Legende John Lennon will angeblich ebenfalls auf dem Woodstock-Festival auftreten. Darüber, warum er es dennoch nicht tut, kursieren Gerüchte. Das wahrscheinlichste ist, dass die US-Behörden ihm ein Visum verweigern und der Brite daraufhin in Kanada fest steckt.

Bild: dpa

Erfolg erst durch den FilmFür die Veranstalter – im Bild der junge Musikproduzent Michael Lang – ist das Festival zunächst ein finanzieller Reinfall. Zum einen liegt das an der fehlenden Möglichkeit, Tickets zu verkaufen. Hinzu kommt, dass Verpflegung und medizinische Betreuung für die Besucher und Musiker mit Hubschraubern eingeflogen werden müssen, so verstopft sind die Zugangswege. Erst der gleichnamige Film zum Festival und das Dreifachalbum sorgen für kommerziellen Erfolg. Mit den Einnahmen des Festivals will Lang ursprünglich sein Aufnahmestudio Media Sounds finanzieren. dpa - picture-alliance

Erfolg erst durch den Film

Für die Veranstalter – im Bild der junge Musikproduzent Michael Lang – ist das Festival zunächst ein finanzieller Reinfall. Zum einen liegt das an der fehlenden Möglichkeit, Tickets zu verkaufen. Hinzu kommt, dass Verpflegung und medizinische Betreuung für die Besucher und Musiker mit Hubschraubern eingeflogen werden müssen, so verstopft sind die Zugangswege. Erst der gleichnamige Film zum Festival und das Dreifachalbum sorgen für kommerziellen Erfolg. Mit den Einnahmen des Festivals will Lang ursprünglich sein Aufnahmestudio Media Sounds finanzieren.

Bild: dpa - picture-alliance

Ein Lied für die FreiheitUm Richie Havens rankt sich der Woodstock-Mythos. Der US-amerikanische Folk-Sänger eröffnet das Festival. Angeblich singt er und singt und singt – stundenlang. Denn die Musiker nach ihm stecken wohl auf der Anreise fest. In dem Tumult aus bunten Autos und Menschen sei kein Durchkommen. Es ist eine fantastische Geschichte. Doch wahr ist sie nicht. In Wirklichkeit spielt Richie Havens 11 Songs in 45 Minuten. Darunter eine improvisierte Version des Spirituals „Motherless Child“. Havens fügt ihr eine Strophe hinzu, bei der er immer wieder das Wort „Freedom“ wiederholt. Der Song wird ein internationaler Hit – und Richie Havens weltberühmt. Reuters

Ein Lied für die Freiheit

Um Richie Havens rankt sich der Woodstock-Mythos. Der US-amerikanische Folk-Sänger eröffnet das Festival. Angeblich singt er und singt und singt – stundenlang. Denn die Musiker nach ihm stecken wohl auf der Anreise fest. In dem Tumult aus bunten Autos und Menschen sei kein Durchkommen. Es ist eine fantastische Geschichte. Doch wahr ist sie nicht. In Wirklichkeit spielt Richie Havens 11 Songs in 45 Minuten. Darunter eine improvisierte Version des Spirituals „Motherless Child“. Havens fügt ihr eine Strophe hinzu, bei der er immer wieder das Wort „Freedom“ wiederholt. Der Song wird ein internationaler Hit – und Richie Havens weltberühmt.

Bild: Reuters

Woodstock lebtIm Laufe der Zeit gibt es mehrere Versuche, das Woodstock-Festival an verschiedenen Orten wiederzubeleben. 1999 muss das Event jedoch wegen Randalen und Ausschreitungen sogar geschlossen werden. Unterkriegen lässt sich die Woodstock-Legende davon nicht. In Amerika und Europa finden jedes Jahr Festivals statt, die sich Woodstock als Vorbild nehmen. dpa - picture-alliance

Woodstock lebt

Im Laufe der Zeit gibt es mehrere Versuche, das Woodstock-Festival an verschiedenen Orten wiederzubeleben. 1999 muss das Event jedoch wegen Randalen und Ausschreitungen sogar geschlossen werden. Unterkriegen lässt sich die Woodstock-Legende davon nicht. In Amerika und Europa finden jedes Jahr Festivals statt, die sich Woodstock als Vorbild nehmen.

Bild: dpa - picture-alliance

Musik und PolitikDas Festival „Haltestelle Woodstock“ in Polen feiert dieses Jahr schon 20-jähriges Bestehen. 750.000 Besucher strömten zu dem Event. Doch es geht nicht allein ums Feiern. Beim polnischen Woodstock-Festival stellen sich Politiker aktuellen Fragen. So sprach zum Beispiel der Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus bei einer Diskussionsrunde in einem Zelt über sein Leben und seine Arbeit als Wirtschaftswissenschaftler. Reuters

Musik und Politik

Das Festival „Haltestelle Woodstock“ in Polen feiert dieses Jahr schon 20-jähriges Bestehen. 750.000 Besucher strömten zu dem Event. Doch es geht nicht allein ums Feiern. Beim polnischen Woodstock-Festival stellen sich Politiker aktuellen Fragen. So sprach zum Beispiel der Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus bei einer Diskussionsrunde in einem Zelt über sein Leben und seine Arbeit als Wirtschaftswissenschaftler.

Bild: Reuters

Schlamm verbindet...und zwar damals wie heute. Schon 1969 regnet es in Strömen. Doch was auf dem ersten Woodstock-Festival zunächst Anti-Regen-Gesänge auslöst, wandelt sich bald in eine fröhliche Schlammschlacht. Und auf heutigen Erinnerungs-Events ist das Bad im Schlamm eigentlich schon Tradition. dpa

Schlamm verbindet

...und zwar damals wie heute. Schon 1969 regnet es in Strömen. Doch was auf dem ersten Woodstock-Festival zunächst Anti-Regen-Gesänge auslöst, wandelt sich bald in eine fröhliche Schlammschlacht. Und auf heutigen Erinnerungs-Events ist das Bad im Schlamm eigentlich schon Tradition.

Bild: dpa

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