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06.09.2019

13:59

Kunstmarkt

Eröffnungswochenende in der Hamburger Admiralitätsstraße

Die Galerien in der Hamburger Admiralsstraße zeigen hochklassige zeitgenössische Kunst – unter anderem mit Werken des Norwegers Christopher Jenssen.

Bereits seit mehreren Jahren stellt der Berliner seine Kunst in der Hamburger Produzentengalerie aus.

Werke von Jonas Bungert

Bereits seit mehreren Jahren stellt der Berliner seine Kunst in der Hamburger Produzentengalerie aus.

Hamburg Nachdem die Hamburger Kunsthalle am vergangenen Wochenende mit knapp 30.000 Besuchern bei kostenlosem Eintritt ihren 150. Geburtstag feierte, ziehen jetzt die Galerien in der Hamburger Admiralitätsstraße mit einem Eröffnungswochenende für zeitgenössische Kunst nach.

Weiterhin politisch engagiert ist die Galerie Sfeir-Semler. Die im Libanon geborene Galeristin, die auch in Beirut Galerieräume betreibt, zeigt in der Ausstellung „CityScapes“ Arbeiten des libanesischen Künstlers Marwan Rechmaoui. Im Zentrum steht ein auf 13Meter dargestellter Küstenverlauf Beiruts aus Beton, Kupfer und Bienenwachs – betrachtet aus der Vogelperspektive.

Politisch ausgerichtet ist auch das Programm der Galerie Melike Bilir. Sie gibt den Objekten von Clemencia Labin Raum, die Gegenstände aus Bikini Lycra und Nylonstrümpfen formt und mit Acrylfarbe bemalt. Labin, die südamerikanische Volksmythen reflektiert, war 2011 noch offizielle Repräsentantin für Venezuela auf der Biennale von Venedig. Auf der diesjährigen Biennale organisierte sie Proteste gegen das Maduro-Regime.

Aktuelle Bilder von Olav Christopher Jenssen offeriert die Galerie von Holger Priess. Der Norweger Jenssen zählt seit seiner Teilnahme an der documenta IX von 1992 zu den bekanntesten skandinavischen Künstlern. Die komplex strukturierten abstrakten Bilder der „Rubicon Paintings“ werden erstmals in Hamburg präsentiert.

Seit längerem vertritt die ebenfalls in der Admiralitätstraße angesiedelte Produzentengalerie bereits das Werk von Jonas Burgert, die jüngste Produktion des in Berlin arbeitenden Künstlers sind jetzt in der mit  „Feinwund“ betitelten Ausstellung präsent, sie spielen auf faszinierende Weise im beunruhigenden Reich zwischen Mythologie und Realität und Albtraum.

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