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26.11.2019

11:59

Von Picasso bis da Vinci

Die zehn spektakulärsten Kunstverbrechen der Welt

Von: Erik Acker

Der Einbruch ins Grüne Gewölbe reiht sich ein in eine Liste spektakulärer Diebstähle aus Museen. Sogar die „Mona Lisa“ war mal zwei Jahre verschwunden.

Die gestohlene Münze aus dem Bode-Museum ist 100 Kilogramm schwer. Reuters

Big Maple Leaf

Die gestohlene Münze aus dem Bode-Museum ist 100 Kilogramm schwer.

Berlin, März 2017

Aus dem Bode-Museum auf der Museumsinsel stehlen Einbrecher eine 100 Kilogramm schwere Goldmünze im Wert von 3,75 Millionen Euro. Seit Januar 2019 stehen mehrere Männer vor Gericht. Die Polizei nimmt an, dass die Münze eingeschmolzen wurde.

Die Diebe der Münze mit dem Namen „Big Maple Leaf“ drangen über ein Fenster ein, dessen Alarmsicherung seit 2014 nicht in Ordnung war. Vor dem Berliner Landgericht räumte ein Museums-Mitarbeiter ein, dass die Öffnungs- und Verschlussüberwachung zum Tatzeitpunkt „leider deaktiviert“ gewesen sei.

Verona, November 2015

Bewaffnete rauben aus dem Museum Castelvecchio 17 Renaissance- und Barockgemälde im Wert von geschätzt etwa 15 Millionen Euro. Die Bilder, es waren Werke unter anderem von Tintoretto und Peter Paul Rubens, tauchen später wieder auf. Gegen die Täter wurden Haftstrafen von bis zu rund zehn Jahren verhängt.

Rotterdam, Oktober 2012

Es dauert nur drei Minuten, da hatten die Diebe sieben Meisterwerke aus der Rotterdamer Kunsthalle gestohlen. Darunter Bilder von Picasso, Gauguin, Matisse und Monet.

Die Täter bringen die Gemälde nach Rumänien, wo die Mutter eines Angeklagten die Bilder verbrennt, um Beweise zu vernichten. Der Wert wird auf bis zu 310 Millionen Euro geschätzt. Die Täter werden gefasst.

An der hellen Stelle in einem Kunstraum der Rotterdamer Kunsthalle hing mal ein Bild. dpa

Polizist vor der Kunsthalle in Rotterdam

An der hellen Stelle in einem Kunstraum der Rotterdamer Kunsthalle hing mal ein Bild.

Zürich, Februar 2008

Bewaffnete Männer rauben vier Ölgemälde im Wert von 180 Millionen Schweizer Franken aus der Sammlung Bührle, darunter Werke von Claude Monet und Vincent van Gogh. Vier Jahre später sind alle Bilder wieder da. Die Täter kommen bis zu sieben Jahre in Haft. Die Ermittler sprechen damals von dem größten Kunstdiebstahl in Europa. Etwa eine Woche später werden die gestohlenen Bilder in Zürich auf der Rückbank eines gestohlenen Autos entdeckt.

Oslo, August 2004

Bewaffnete überfallen das Munch-Museum und rauben eine Version des Gemäldes „Der Schrei“ und das Werk „Madonna“. Schätzwert: insgesamt 90 Millionen Euro. Beide Gemälde tauchen wieder auf, die Diebe müssen für mehrere Jahre ins Gefängnis.

Berlin, April 2002

Neun Gemälde bekannter Expressionisten im Wert von rund 3,6 Millionen Euro verschwinden aus dem Brücke-Museum. Wenige Wochen später werden die Bilder von Künstlern wie Emil Nolde oder Max Pechstein sichergestellt. Die Täter wurden zu Gefängnisstrafen von bis zu fünfeinhalb Jahren verurteilt.

Frankfurt, Juli 1994

Diebe überwältigen nachts den Sicherheitsdienst der Kunsthalle Schirn und stehlen drei Bilder von William Turner und Caspar David Friedrich. Versicherungswert zum damaligen Zeitpunkt: 70 Millionen D-Mark. Jahre später tauchen die Bilder wieder auf. Die Täter kommen bis zu elf Jahre in Haft, die Hintermänner bleiben unbekannt.

Das Gemälde war 1994 zusammen mit zwei William-Turner-Bildern aus der Frankfurter Kunsthalle Schirn geraubt worden. dpa

„Nebelschwaden" von Caspar David Friedrich

Das Gemälde war 1994 zusammen mit zwei William-Turner-Bildern aus der Frankfurter Kunsthalle Schirn geraubt worden.

Boston, März 1990

Zwei unbekannte Diebe stehlen im Isabella Stewart Gardner Museum in Boston 13 Kunstwerke im Wert von geschätzt 500 Millionen Dollar. Als Polizisten verkleidet überwältigen die Täter die Wachleute des Museums. Das Diebesgut ist bis heute verschollen und der Fall ungeklärt.

Gotha, Dezember 1979

Bei einem bis heute unaufgeklärten Kunstraub werden aus Schloss Friedenstein fünf Gemälde mit einem damaligen Wert von 4,5 Millionen D-Mark gestohlen – etwa von Jan Brueghel dem Älteren und Hans Holbein. Die Straftat ist mittlerweile verjährt.

Paris, August 1911

Ein 19-jähriger Italiener namens Vincenzo Peruggia arbeitet im Louvre als Glaser. Eines Abends versteckt er sich im Wandschrank, wartet und hängt die „Mona Lisa“ ab. Das berühmte Gemälde versteckt er unter seinem Kittel und verschwindet. Nach zwei Jahren will er die „Mona Lisa“ verkaufen, wird dabei erwischt und verhaftet.
Mit Agenturmaterial

Mehr: Der geschätzte Wert der aus dem Grünen Gewölbe in Dresden gestohlenen Steine liegt bei bis zu einer Milliarde Euro. Dennoch sind die Stücke zugleich so gut wie wertlos.

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