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Von Warhol bis Picasso

Teure Tollpatschigkeit – Fünf Beispiele zerstörter Kunstwerke

Ob offene Schnürsenkel oder unbeaufsichtigte Kinder: Manche Dinge können in der Nähe von wertvollen Kunstwerken teuer werden. Fünf bekannte Fälle.

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Das Fitzwilliam Museum im britischen Cambridge ist ein Weltklassehaus, das unter anderem auch wertvolle Vasen aus der Zeit der chinesischen Qing-Dynastie bewahrt. Ein 42-jähriger Besucher schaffte es, über seine gelösten Schnürsenkel zu stolpern, die Treppe hinunter zu fallen und drei Vasen aus der Barockzeit klirrend mit in den Abgrund zu ziehen. Das hat die Überwachungskamera festgehalten. Restauratoren setzten hunderte von Scherben wieder zusammen. Doch die Vasen haben durch den Eingriff in die Originalsubstanz für Wissenschaftler nicht mehr denselben Wert. Telegraph.co.uk

Chinesische Qing-Vasen: Die Schürsenkel-Falle

Das Fitzwilliam Museum im britischen Cambridge ist ein Weltklassehaus, das unter anderem auch wertvolle Vasen aus der Zeit der chinesischen Qing-Dynastie bewahrt. Ein 42-jähriger Besucher schaffte es, über seine gelösten Schnürsenkel zu stolpern, die Treppe hinunter zu fallen und drei Vasen aus der Barockzeit klirrend mit in den Abgrund zu ziehen. Das hat die Überwachungskamera festgehalten. Restauratoren setzten hunderte von Scherben wieder zusammen. Doch die Vasen haben durch den Eingriff in die Originalsubstanz für Wissenschaftler nicht mehr denselben Wert.

Bild: Telegraph.co.uk

2006 machte Steve Wynn weltweit Schlagzeilen, weil er quasi in sein eigenes Picasso-Gemälde fiel und einen hässlichen Riss hinterließ. Der Kasinobesitzer und Sammler hatte vorgehabt, es wenig später für 139 Millionen Dollar in einem Privatverkauf weiterzugeben. Der Deal platzte, der Traum wurde zum Albtraum. Das Bild von Picassos träumender Geliebter wurde aber restauriert und 2013 sogar für 155 Millionen Dollar versteigert. Mehr als der Schaden in der Leinwand wiegt die Geschichte, die der neue Besitzer nun erzählen kann. Christie's / VG Bild Kunst

Pablo Picassos „The Dream“: Vom Albtraum zum Happy End

2006 machte Steve Wynn weltweit Schlagzeilen, weil er quasi in sein eigenes Picasso-Gemälde fiel und einen hässlichen Riss hinterließ. Der Kasinobesitzer und Sammler hatte vorgehabt, es wenig später für 139 Millionen Dollar in einem Privatverkauf weiterzugeben. Der Deal platzte, der Traum wurde zum Albtraum. Das Bild von Picassos träumender Geliebter wurde aber restauriert und 2013 sogar für 155 Millionen Dollar versteigert. Mehr als der Schaden in der Leinwand wiegt die Geschichte, die der neue Besitzer nun erzählen kann.

Bild: Christie's / VG Bild Kunst

Im Museum of Modern Art in San Francisco rutschte ein Besucher so unglücklich aus, dass er in den „Dreifachen Elvis“ schlitterte. Das Großformat ist ein berühmtes Bild von Andy Warhol, das um die 80 Millionen Dollar wert ist. Es stammt aus der Sammlung von Doris und Donald Fischer. Der Schaden war wohl nicht so groß wie bei Steve Wynns Picasso und konnte gleichfalls restauriert werden. sfmoma

Andy Warhol „Triple Elvis”: Ein Ausrutscher

Im Museum of Modern Art in San Francisco rutschte ein Besucher so unglücklich aus, dass er in den „Dreifachen Elvis“ schlitterte. Das Großformat ist ein berühmtes Bild von Andy Warhol, das um die 80 Millionen Dollar wert ist. Es stammt aus der Sammlung von Doris und Donald Fischer. Der Schaden war wohl nicht so groß wie bei Steve Wynns Picasso und konnte gleichfalls restauriert werden.

Bild: sfmoma

Viel Aufmerksamkeit bekam der chinesische Lego-Künstler in den Sozialen Medien. Der Mann mit dem Künstlernamen Mr. Zhao hatte die Disney-Figur Nick Wilde aus tausenden von Legosteinen nachgebaut. In einer Ausstellung in Ningbo, China gelangte ein Vierjähriger hinter die Absperrung. Der kleine Junge zerstörte die Fuchs-Skulptur, die der Künstler in drei Tagen und Nächten mühevoll aufgebaut hatte. Mr. Zhao begann also wieder von vorne. WEIBO/ALIU

Mr.Zhao „Nick Wilde“: Kindliche Zerstörungskraft

Viel Aufmerksamkeit bekam der chinesische Lego-Künstler in den Sozialen Medien. Der Mann mit dem Künstlernamen Mr. Zhao hatte die Disney-Figur Nick Wilde aus tausenden von Legosteinen nachgebaut. In einer Ausstellung in Ningbo, China gelangte ein Vierjähriger hinter die Absperrung. Der kleine Junge zerstörte die Fuchs-Skulptur, die der Künstler in drei Tagen und Nächten mühevoll aufgebaut hatte. Mr. Zhao begann also wieder von vorne.

Bild: WEIBO/ALIU

Die japanische Künstlerin Yayoi Kusama ist berühmt für ihre fetten Punkte, mit denen sie Alltagsgestände und besonders gerne Kürbisse überzieht. Das Hirshhorn Museum in Washington DC zeigte 2017 die Rauminstallation  „Infinity Mirrors“. Ein Besucher zertrat einen Kürbis – beim Selfie-Schießen. Museum und Künstlerin zeigten sich großzügig und ersetzten den Kürbis. Wie angenehm für den Zerstörer. Ron Cogswell via Flickr

Yayoi Kusama „Infinity Mirrors“: Spiegelnde Gefahr

Die japanische Künstlerin Yayoi Kusama ist berühmt für ihre fetten Punkte, mit denen sie Alltagsgestände und besonders gerne Kürbisse überzieht. Das Hirshhorn Museum in Washington DC zeigte 2017 die Rauminstallation „Infinity Mirrors“. Ein Besucher zertrat einen Kürbis – beim Selfie-Schießen. Museum und Künstlerin zeigten sich großzügig und ersetzten den Kürbis. Wie angenehm für den Zerstörer.

Bild: Ron Cogswell via Flickr

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