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02.10.2018

09:52

Jahreszeiten

Das war der Super-Sommer 2018

Auch wenn er kommende Woche noch einmal kurz zurückkehren soll: Kalendarisch ist der Super-Sommer 2018 beendet. Ein Rückblick in Schlaglichtern.

Freibäder kamen in diesem Jahr auf Rekord-Besucherzahlen. dpa

Super-Sommer

Freibäder kamen in diesem Jahr auf Rekord-Besucherzahlen.

Berlin Gefühlt fünf Monate keine Jacke getragen, unzählige Male im Freien gegrillt, gepicknickt, getrunken und gebadet: Der Sommer des Jahres 2018 ist für viele Menschen in Deutschland der Sommer ihres Lebens gewesen. Selten zuvor konnte so viel Sonne getankt werden, selten war der Eiscreme-Konsum so hoch, selten waren die Freibäder so gut besucht.

In den sozialen Netzwerken häuften sich in den vergangenen Wochen die Hashtags #endlesssummer, #summer2018 oder auch #sommerliebe. Der Sommer will sich zwar noch nicht so recht geschlagen geben, bäumt sich auch jetzt noch immer wieder mal auf. Doch zumindest kalendarisch ist er bereits seit einigen Tagen beendet: Der kalendarische Herbstbeginn fällt auf unserer Nordhalbkugel mit der Tagundnachtgleiche zusammen, wenn der Zenit der sonne den Äquator überquert. Und das war unwiederbringlich am 23. September um genau 3.54 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit der Fall. Ein Rückblick in Schlaglichtern:

Wetter

Meteorologisch war der Sommer 2018 (die Kalendermonate Juni/Juli/August) mit einer Durchschnittstemperatur von 19,3 Grad bundesweit der zweitwärmste Sommer seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen. Wärmer war es nur im Jahr 2003. Im Norden und Osten Deutschlands handelte es sich sogar um den wärmsten Sommer überhaupt, in der Mitte Deutschlands um den trockensten bisher gemessenen.

Probleme

Die zum Teil besorgniserregende Weltlage oder auch die Krisen in Deutschland ließen in diesem heißen Sommer erstaunlich viele Leute kalt. Näher lagen vielen menschen Probleme, die im Alltag auftraten. Etwa diese: Wie schaffe ich es, dass meine Blumen nicht vertrocknen? Wo bekomme ich jetzt noch einen Ventilator her? Ist mein Bauch angemessen für diese Badekleidung?

Stimmung

Zum deutschen Jammer- und Nörglertum gehört von Juni bis September normalerweise die Frage: „Wann wird's mal wieder richtig Sommer?“ Showmaster Rudi Carrell verewigte diese Frage einst in einem Ohrwurm und gab allen, für die früher alles besser war (natürlich auch das Wetter) eine Stimme. Angesichts der Hitze und Dürre 2018 konnte man all die Miesepeter wochenlang anschreien: Jetzt! Jetzt ist richtig Sommer!

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Sound

Zum Sommerhit des Jahres kürten die Marktforscher von GfK Entertainment als Ermittler der „Offiziellen Deutschen Charts“ den Ohrwurm „Bella Ciao“ von El Profesor im Remix des DJs Florent Hugel. Es ist ein europäisches, irgendwie auch linkes Gesamtkunstwerk, handelt es sich doch um die Tanzversion eines italienischen Arbeiter- und Partisanenliedes. Es wurde abgemischt von einem französischen DJ und populär durch eine spanische Netflix-Serie.

Look

Bei vielen Männern schien sich spätestens dieses Jahr der Trend zur kurzen Hose durchzusetzen, der große Kerle schnell wie kleine Jungs aussehen lässt. Ansonsten war „Aloha-Wear“, also Kleidung mit Hawaii-Muster, der letzte Schrei. Dezenter ging es bei Sonnenbrillen zu: Hip waren besonders „Tiny Sunglasses“, also winzige Brillen.

Food

Auch beim Essen war Hawaii besonders angesagt. Lokale für sogenannte Poke-Bowls („Poke“ ist Hawaiianisch und heißt „geschnitten“) ploppten vielerorts auf. In die Schüssel kommen dort vor allem roher Fisch und Gemüse. Beim Eis kürte der Verband der italienischen Speiseeishersteller in Deutschland Schwarzwälder Kirsch zur Sorte des Jahres, genannt „German Black Forest“.

Tier

Nach Eule, Faultier, Flamingo und dem gehypten Einhorn wurden 2018 Lamas und Alpakas zu Trendtieren. Nachrichtlich dürfte das Tier des Sommers aber das Karlsruher Eichhörnchen-Mädchen Pippilotta gewesen sein. Die vermutlich aus einem Kobel (Nest) gefallene Kleine machte Schlagzeilen, weil sie sich am 9. August so hartnäckig an die Fersen eines Mannes geheftet hatte, dass dieser die Polizei rief.

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dpa

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