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06.10.2019

09:22

Rath checkt ein: Fairmont Vier Jahreszeiten Hamburg

Historischer Glanz und luxuriöser Charme an der Binnenalster

Von: Carsten K. Rath

Das Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten bietet authentischen Luxus und Stilbewusstsein in jedem Detail. Das beste Stadthotel, in dem der Autor je wohnte.

Abendliche Außenansicht auf das Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg. (Foto: Fairmont)

An der Binnenalster

Abendliche Außenansicht auf das Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg.

(Foto: Fairmont)

Hamburg Das Unternehmen „Fairmont Hotels & Resorts“ steht in weltweit 18 Ländern für exklusive Grandhotels an ausgewählten Orten – unter anderem in Monte Carlo, New York, San Diego, Dubai, Tansania, Shanghai, Singapur und eben auch Hamburg.

Fairmont Hotels sind für sich stehend Sehenswürdigkeiten und Reiseziele: exzeptionell, beeindruckend und handverlesen. Jedes der mehr als 75 Hotels ist zeitlos geprägt von Kultur sowie Historie und spiegelt jeweils die Seele, die Regionalität seines Standorts wider. Zudem wird es – so habe ich es im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg auch absolut erleben dürfen – auf kostbare Weise von seinen Mitarbeitern getragen.

Die Aura der Mitarbeiter und alles, was das Hotel ausmacht, ist sicher auf den Ausnahme-Hotelier Ingo C. Peters zurückzuführen. Seine Stationen bis zur Hotelspitze lesen sich wie ein Drehbuch zu „Vom Pagen zum Hoteldirektor“ – doch sein Weg ist keine fiktive Geschichte.

Ingo C. Peters begann im August 1981, als 19-jähriger Abiturient absolvierte er als Page sein Praktikum im Hotel Vier Jahreszeiten. Nach nur drei Monaten bekam er das Angebot zu einer festen Ausbildung und nahm an. Nach seiner Lehrzeit 1984 zog es ihn dann in die Welt und er arbeitete in namhaften Häusern großer Metropolen wie New York und London. 13 Jahre später kam er zurück an die Binnenalster: als Hoteldirektor.

„Fairmont Hotels & Resorts“ (im Juli 2016 von Accor übernommen) haben den Anspruch, unvergessliche Hotels zu bieten. Mit dem Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg ist das uneingeschränkt gelungen.

Ein Gefühl wie in einem Privathaus

Schon die Lage ganz in der Nähe vom Jungfernstieg ist eine Klasse für sich. Bei der Ankunft wird sehr schnell deutlich, um was es hier geht: um das beste Stadthotel, in dem ich je wohnte. Die Wachsamkeit in den Augen sowie die Aufmerksamkeit der Gestiken eines jeden Mitarbeiters geben mir das Gefühl, in einem Privathaus zu sein, in dem nur auf mich gewartet wurde.

Die elegante Einrichtung erinnert an den Roman von Autors F. Scott Fitzgerald. (Foto: Carsten K. Rath)

Wie in „Der große Gatsby“

Die elegante Einrichtung erinnert an den Roman von Autors F. Scott Fitzgerald.

(Foto: Carsten K. Rath)

Das Hotel Vier Jahreszeiten wurde bereits 1897 eröffnet. Zahlreiche Bauteile sind bis heute erhalten und symbolisieren eine Symbiose aus Vergangenheit und Zukunft. Die Lobby steht sogar unter Denkmalschutz. Ich habe selten ein Hotel erlebt, dem es gelingt, Luxus am Puls der Zeit zu bieten und gleichzeitig seinen traditionellen Charakter aufrecht zu erhalten. Ein kleines Beispiel: Die Zimmerschlüssel sind elektronisch – aber an einem Messing-Anhänger mit dem Charme von früher befestigt.

Jeder öffentliche Raum, ebenso wie mein Zimmer, präsentiert einen ausgesprochen glanzvollen und erhabenen Stil, besitzt aber modernste Technologien. Eine Atmosphäre, in der ich mich gleich wohlfühle. Mit seinen antiken Kronleuchtern und den ausladenden Polstermöbeln wird man an Fitzgeralds „Der große Gatsby“ erinnert.

Inspirierend, hell und energiespendend – der Spa-Bereich

Das Spa im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten wurde über zwei Etagen auf einer Fläche von 1000 Quadratmeter konzipiert und ist als Hotel-Spa, das übrigens auch als Day-Spa besucht werden kann, einzigartig. Ambiente und Interieur geben mir optisch das Gefühl, irgendwo in den Dünen von Sylt zu sein – ich kann den Sand, das Dünengras und das Meer sogar riechen.

Ein Ruhebereich auf der Dachterrasse, die 300 Quadratmeter umfasst, bietet einen Ausblick bis in den Hamburger Hafen, zur Elbphilharmonie und in anderer Richtung bis zum Hamburger Michel. Die Spa-Treatmenträume sind harmonisch und in heimeligen, warmen Tönen eingerichtet. Mit Produkten aus der „La Biosthétique Spa“-Serie genoss ich eine ausgezeichnete Behandlung.

Jede einzelne Rückfrage der Mitarbeiter hinsichtlich des Lichts, der Temperatur und der Aroma-Essenzen ergeben Sinn. Jeder Handgriff der Masseurin ist auf den Punkt. Ich blende alles um mich herum aus und werde von sanften, ausgewählten Düften durch diese Auszeit begleitet.

Ein Ruheraum des grandiosen Spa-Bereichs. (Foto: Carsten K. Rath)

Mit Echtholz-Kamin

Ein Ruheraum des grandiosen Spa-Bereichs.

(Foto: Carsten K. Rath)

Verschiedene Saunen und Dampfbäder – zum Teil Damen und Herren getrennt, andere gemischt – bieten zusammen mit den beispielhaft gestalteten, gemütlichen Ruheräumen, einer sogar mit einem Echtholz-Kamin, ein exklusives Spa-Erlebnis, das ich sonst bisher nur in Wellness-Resorts fand.

Ich verlasse mein Zimmer, gehe einige Schritte den Gang entlang und werde von einer Hausdame freundlich begrüßt. „Morgen Herr Rath!“ Ich freue mich darüber sehr und spreche sie an: „Verraten Sie mir doch bitte, wie Sie sich die Namen der Hotelgäste merken können.“ „Das ist ganz einfach, Herr Rath, ich habe hier eine Liste liegen und gesehen, aus welchem Zimmer Sie gerade gekommen sind.“ Weil ich das als sehr angenehme Aufmerksamkeit empfinde, ist es mir wichtig, das zu erwidern: „Und wie heißen Sie? Ich habe nämlich keine Liste.“ Die Hausdame antwortet: „Frau Ständle.“ „Großartig, Frau Ständle, schön, Sie kennenzulernen.“

Es sind genau diese Dinge und nicht der Prunk, mit denen das Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten so nachhaltig überzeugt. Es begeistert durch seine ausgezeichneten Mitarbeiter, die mir immer freundlich und achtsam begegneten. Eine alte Hotelregel besagt: Motivierte Mitarbeiter sorgen für loyale Gäste.

Hinter den Kulissen des Hotels hört die Eleganz nicht auf. (Foto: Carsten K. Rath)

Mitarbeiterbereich

Hinter den Kulissen des Hotels hört die Eleganz nicht auf.

(Foto: Carsten K. Rath)

Die Kunst des Genießens ist in diesem Hotel allgegenwärtig und in verschiedenen Ambienten möglich, so dass es mir wirklich schwer gemacht wird, mich zu entscheiden. Zum Frühstücken werde ich ins „Condi“ gehen. Den Afternoon Tea in der imposanten Wohnhalle werde ich vermutlich nicht wahrnehmen können. Aber die Tatsache, dass es hier von 14 bis 18 Uhr köstliche Leckereien, britisches Gebäck, französische Tartes und Hamburger Lachshäppchen auf feinstem Porzellan geben wird, macht mich neugierig.

Das Gastronomiekonzept geht auf

Am Abend habe ich die Wahl: Das „Jahreszeiten-Grill“, welches im Art Déco-Stil gestaltet ist und in dem Maître Darius Wieczorek mit seinem fantastischen Team direkt vor meinen Augen als Dessert beim Tableside-Cooking die vielleicht beste Crêpe Suzette der Stadt zaubert. Oder das „Haerlin“, in dem kein Geringerer als Küchenchef und Zwei-Sterne-Koch Christoph Rüffer kulinarische Verführungen auf den Teller bringt.

Christoph Rüffer hat eine bemerkenswerte Vita. Unter anderem hat Herr Rüffer für Otto Koch und Tim Mälzer gearbeitet, war bei der TV-Show „Kitchen Impossible“ und ist regelmäßig in der ZDF-Sendung „Küchenschlacht“ Juror. Seit 2002 ist er hier im „Haerlin“ und wurde 2014 „Koch des Jahres“. Er und seine Aura beeindrucken mich. Er ist klar, sehr sicher, selbstbewusst, charmant. Für mich bringt Herr Rüffer alles mit, was ein Küchenchef braucht.

Doch ich entscheide mich für das kosmopolitische Restaurant „Nikkei Nine“ mit japanisch-peruanischer Ausnahmeküche. Was hier gelingt, ist Gäste von außerhalb anzusprechen. Hier diniert nicht nur die Hamburger Gesellschaft, das Publikum ist international. Um mich herum sehe ich ebenso Menschen mit Jeans und Sweater wie Menschen in elegantem Dress. Ich schätze sehr, dass das Ambiente hier nicht steif ist, sondern angenehm und herzlich.

Japanisch-südamerikanische Küche für ein internationales Publikum. (Foto: Fairmont)

Restaurant „Nikkei Nine“

Japanisch-südamerikanische Küche für ein internationales Publikum.

(Foto: Fairmont)

So viel Finesse, Eleganz und Präzision, die mir hier im höchsten Maß an Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Ich wünsche mir, dass dieses Restaurantkonzept, diese Haltung ein Franchise-Projekt wäre, damit dieses Genusserlebnis in mehreren Städten beeindrucken könnte.

Der Restaurantleiter ist nicht nur körperlich groß gewachsen, sondern versprüht auch eine sehr große Eleganz. Er arbeitet ebenfalls auf den Punkt, hat eine sehr gute Verbindung mit seinen Mitarbeitern, die hoch motiviert und auf Augenhöhe zueinander arbeiten.

Jedes Hotel ist nur so gut wie seine Mitarbeiter

So sehr Tradition und Eleganz über allem thront: Die Zeit ist hier nicht stehen geblieben, sondern das Beste aus allen Zeiten wurde miteinander vereint. Das „Vier Jahreszeiten“ steht für mich auf Augenhöhe mit den besten Hotels in Europa – mit dem „Rosewood“ in London, dem „Le Bristol“ in Paris oder dem „Grand Hotel Les Trois Rois“ in Basel.

Natürlich gibt es kein perfektes Hotel, aber das „Vier Jahreszeiten“ kommt an diesen Status nah heran. Egal, was ich mir anschaue, ob es die Dekoration oder die Blumen sind, die Herzlichkeit der Mitarbeiter, die Liebe zum Detail: Alles passt zueinander und ist sehr großmütig.

Der Flur des exzellenten Stadthotels Vier Jahreszeiten. (Foto: Carsten K. Rath)

Tradition und Eleganz

Der Flur des exzellenten Stadthotels Vier Jahreszeiten.

(Foto: Carsten K. Rath)

Es ist schwer zu beschreiben, doch ein Mitarbeiter, den ich vor zwei Jahren bei der „Alfred Brenner Stiftung“ und der Wahl zum „Junior Hotelier des Jahres“ getroffen habe und der im „Vier Jahreszeiten“ arbeitet, kann es: „Dieses Hotel hat eine Grandezza Art der Leichtigkeit, die dem Haus diese einmalige Atmosphäre verleiht.“

Und genau das ist es! Es ist Luxus und alles auf höchstem Niveau, schon morgens zu Beginn beim perfekt gemahlenen Kaffee. Aber es wirkt nicht aufgesetzt, nicht erzwungen, sondern authentisch. Alles ist so, weil es einfach so ist und mit einer Selbstverständlichkeit auch immer so bleiben wird.

Luxus zeigt sich hier nicht dekadent, sondern elegant. Alles im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg hat Stil. Hoffen wir, dass Accor diese wunderbare Marke Fairmont nicht herunter spart oder in einem Maße expandiert, dass Qualität verloren geht, wie es teilweise bei der Übernahme von Ritz-Carlton durch Mariott der Fall war.

Mehr: Wer auf der Suche nach Paar-Hotels ist, sollte genau wissen, was er möchte. Eine luxuriöse Zeit zu zweit versprechen fünf außergewöhnliche Hotels.

Kommentare (1)

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Herr Tim Thaler

07.10.2019, 13:35 Uhr

das Vier Jahreszeiten ist ein sehr gutes Hotel. Gegenüber an der Außenalster finden Sie das Atlantic Hotel. Die Herzlichkeit der Mitarbeiter ist mindestens auf dem gleichen Stand. Die Zimmer elegant eingerichtet und am 10.10 macht wohl eine der schönsten Bars Hamburgs wieder auf. Warum ich das schreibe? Als ich im Vier-Jahreszeiten fragte, wo das Schwimbad sei, erhielt ich als Antwort: "Das haben unsere Gäste zu Hause. Wir benötigen so etwas nicht" Dies trifft zu, aber ich schwimme halt gerne täglich meine Runden. Das kann ich im Atlantic machen. Auch wenn dieser Bereich noch nicht renoviert wurde. Somit hat der Gast 2 excellente Hotels an der Alster zur Auswahl. Wettbewerb ist gut für den Gast :-)

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