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10.08.2019

09:24

Stilguide Reisekoffer

Warum ein stilvoller Koffer die Investition wert ist

Von: Gloria von Bronewski

Mit eingebauter Ladestation fürs Handy, in Used-Optik oder aus veganem Material: Deshalb ist ein Koffer heute so viel mehr als nur ein Gepäckstück.

Ein Exemplar der neuen Kampagne von Louis Vuitton. (Foto: PR/Louis Vuitton)

Der Koffer als Statussymbol

Ein Exemplar der neuen Kampagne von Louis Vuitton.

(Foto: PR/Louis Vuitton)

Wer dachte, dass Sneaker oder Handtaschen bei Käufern derzeit das größte Sammlerfieber auslösen, der hat noch nicht von den momentanen Trendkoffern gehört. Treiber ist der andauernde Reisehype auf Social Media, wo es zum guten Ton gehört, sich und damit auch seinen Koffer zum Beispiel auf Instagram an Flughäfen und Destinationen dieser Welt zu präsentieren.

Der Koffer als Symbol für die Freiheit des Reisens, und als Ausdruck für guten Stil, Luxus oder auch Innovationsbereitschaft – seine Rolle als Statussymbol schlägt sich auch in den wirtschaftlichen Zahlen wieder. Im Februar beispielsweise schenkte die Herzogin von Sussex, Meghan Markle, jeder ihrer Freundinnen bei ihrer Babyparty einen Koffer der amerikanischen Marke „Away“.

Drei Monate später wurde die Gepäckmarke auf 1,4 Milliarden US-Dollar geschätzt, nachdem sie in ihrer jüngsten Finanzierungsrunde 100 Millionen US-Dollar gesammelt hatte. Und zur Paris Fashion Week enthüllte Dior Men eine limitierte Kollektion mit Rimowa, die im Frühling-Sommer 2020 erst auf den Markt kommen wird, aber nun bereits auf Social Media von mehreren hunderttausenden Fans geteilt wurde.

Es hat zwar einige Zeit gedauert, bis diese etwas eingestaubte Branche an Dynamik gewonnen hat. Denn vor nicht allzu langer Zeit wurde die Gepäckindustrie von etablierten Unternehmen wie Samsonite und Rimowa dominiert, oder tatsächlich von günstigen
Herstellen, deren Produkte man im Urlaub vor Ort gekauft hat, wenn man unerwartet zu viel eingekauft hatte.

Dass sich aber nicht nur die Traditionsunternehmen weiterentwickelt haben, sondern sich auch neue Start-ups mit innovativen Ideen und – zugegeben – verrückten Designs auf den Trendradar hochgearbeitet haben, beweist dieser Stilguide. Denn ob für Geschäftsreisende, Nachhaltigkeitsbewusste oder Modekenner, ein stilvoller Koffer ist in jedem Fall die Investition wert.

1. Koffer für Businessreisende

Handgepäckkoffer „Vegan Blue“ von Horizn Studios. (Foto: PR/Horizn Studios)

Gepäckstück aus der Zukunft

Handgepäckkoffer „Vegan Blue“ von Horizn Studios.

(Foto: PR/Horizn Studios)

Ein großer Trend lässt sich unter dem Begriff „Smart Luggage“ zusammenfassen. Denn wie bereits angedeutet, hat der Reisekoffermarkt nicht nur optisch, sondern auch hinsichtlich technologischer Innovation in den vergangenen Jahren wenig Bahnbrechendes erlebt. Der technische Aspekt wurde besonders im vergangen Jahr in Expressgeschwindigkeit aufgeholt: Koffer öffnen per Fingerabdruck oder werden mit eingebauten GPS-Tracking oder mobilen Powerbanks geliefert.

Die neuen Trolleys können sogar selbst fahren oder sich wiegen. Oder den Reisenden mit 13 km/h zum Gate fahren, wie zum Beispiel der Koffer Modobag, der von einem Unternehmen aus Chicago entwickelt wurden. Aber auch ein deutsches Start-up ist unter den Pionieren der Kofferinnovationen zu finden.

Neben einer mobilen Powerbank zum Aufladen für Laptops oder Handys unterwegs bietet Horizn Studios für 99 Euro Aufpreis auch ein GPS-Tracking an, das gegen Diebstahl helfen soll. Die „Guard Card“ im Scheckkartenformat, die mit dem Smartphone über Bluetooth verbunden ist, schlägt Alarm, sobald sich der Koffer mehr als 30 Meter vom Träger des Handys entfernt und kann diesen orten.

Mit dem kostenlosen SmartphoneService „Horizn Go“ werden außerdem das Buchen von Flugreisen oder Restaurantbuchungen vereinfacht. Dabei ist der hellblaue Handgepäckkoffer von Horizn Studios nicht nur praktisch für Berufsreisende, sondern auch aus veganem Material hergestellt.

2. Koffer für Weltverbesserer

„S’Cure ECO“ von Samsonite. (Foto: PR/Samsonite)

Nachhaltiger Koffer

„S’Cure ECO“ von Samsonite.

(Foto: PR/Samsonite)

Denn wenn man schon am CO2-Ausstoß des Reisens nicht sparen kann, so möchte man vielleicht zumindest seinen Koffer aus nachhaltigem Material wählen. Ein Vorreiter hierfür ist die Traditionsmarke Samsonite, die mit ihrer Linie „S’Cure ECO“ Koffer aus nachhaltigen Material auf den Markt gebracht haben. Diese Kollektion wird aus mindestens 85 Prozent recyceltem Polypropylen hergestellt, das bei den eigenen Herstellungsprozessen anfällt. Das Interieur besteht aus einem Gewebe, das vollständig aus recycelten PET-Flaschen hergestellt wird.

3. Koffer für Millennials

„Essential Cabin“ von Rimowa. (Foto: PR/Rimowa)

Für modebewusste Traveller

„Essential Cabin“ von Rimowa.

(Foto: PR/Rimowa)

Wer hingegen seine Kaufentscheidung weder von technischen Spielereien noch von Nachhaltigkeit abhängig macht, stattdessen nur auf modische Aspekte setzen möchte, der kann sich an zwei Megatrends der Saison orientieren. Zum einen sind das „Millennial“-Trendfarben, die ein Farbspektrum von zarten Pastellfarben von Rosé bis Koralle bieten und die auch bei Rimowa mit der neuen Nuance „Coral“ zu finden sind.

„Icon Verde Grande“ von Crash. (Foto: PR/Crash)

Auffallen um jeden Preis

„Icon Verde Grande“ von Crash.

(Foto: PR/Crash)

Wer statt lieblichen Neonfarben, dem zweiten Megatrend der Saison, angetan ist, sollte sich die Koffer des italienischen Herstellers Crash genauer anschauen. Diese fallen nicht nur dank ihrer Signalfarben auf, sondern auch durch die bereits vorgefertigte Beulenoptik. So bleibt die Angst aus, dass der Koffer nach vielen Reisen mitgenommen aussehen könnte.

4. Koffer für modebewusste Narzissten

„Horizon“ von Louis Vuitton. (Foto: PR/Louis Vuitton)

Für High Class-Reisende

„Horizon“ von Louis Vuitton.

(Foto: PR/Louis Vuitton)

Die Rede ist hier nicht von einer ernsthaften Persönlichkeitsstörung, sondern viel mehr von der Vorliebe und dem wachsenden Trend, dass man seinen Koffer personalisieren kann. Wer es besonders klassisch mag, kann die bisher so zeitlosen Koffer von Louis Vuitton mit bunten Stickern und seinen eigenen Initialen verschönern lassen.

„Round Carry-On“ von Ookonn. (Foto: PR/Ookonn)

Reisen mit Stil

„Round Carry-On“ von Ookonn.

(Foto: PR/Ookonn)

Und wer hat eigentlich festgelegt, dass Koffer immer eckig sein müssen? Wer zusätzlich zum personalisierten Aufdruck durch die Form des Koffers auffallen möchte, der sollte sich einen der Hartschalenkoffer der chinesischen Marke Ookonn besorgen. Denn die runden Modelle erinnern in ihrer Optik an hochwertige Hutschachteln im Mix mit den feinen Details einer Bowlingtasche. Damit kann man sicher sein, dass Verwechslungen am Kofferband nun der Vergangenheit angehören.

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