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05.02.2019

14:51

Neue Produktionen des Streaming-Dienstes beleuchten auch die Schattenseiten des Kapitalismus'. dpa

Netflix

Neue Produktionen des Streaming-Dienstes beleuchten auch die Schattenseiten des Kapitalismus'.

Streamingdienst

Diese sieben Wirtschaftsdokus auf Netflix sollten Sie gesehen haben

Von: Sarah Sendner

Das Angebot von Netflix wächst stetig weiter. Fast kein Thema bleibt unbedient – auch Wirtschaft nicht. Diese Dokumentationen gehören auf jede Liste.

DüsseldorfDie Ausgaben von Netflix für Eigenproduktionen liegen im zweistelligen Milliardenbereich. Monatlich erscheinen auf der Streamingplattform neue Serien, Filme und Dokumentationen, die es mitunter aber auch auf die Siegerlisten der Academy Awards oder Emmys schaffen. Auch Wirtschafts- und Politikinteressierte kommen bei Netflix auf ihre Kosten.

Eigene und zugekaufte Produktionen nehmen Banken, die Lebensmittelbranche, Big Pharma und auch das Handeln einzelner Personen unter die Lupe. Sieben Must-sees von Netflix in der Kategorie Wirtschaft und Politik.

1. Dirty Money – Geld regiert die Welt

Gier, Korruption, Kriminalität: In sechs Episoden dieser True-Crime-Serie werden die größten Wirtschaftsskandale aufgedröselt. Die Produktion thematisiert unter anderem den Dieselskandal in den Vereinigten Staaten, den Geldwäscheskandal der britischen Bank HSBC und die Bankrottserie in der amerikanischen Kasino-Stadt Atlantic City, ausgelöst durch die Geschäfte der Trump-Organisation. Wirtschaftswissenschaftler, Experten und betroffene Kunden entlarven die Profitgier der Multikonzerne.

2. Fyre – The Biggest Party That Never Happened

Als Billy McFarland, das Gründergenie aus New York City, sein geplantes Festival mit dem Namen „Fyre“ bei den Investoren anpries, zögerten die wenigsten. Das Event sollte als Promotion für das gleichnamige Unternehmen „Fyre“ dienen, eine Buchungsplattform für Musiker. Mit den hochkarätigsten Social-Media-Models und Influencern warb er in einem Internetvideo für ein Luxus-Musikfestival auf den Bahamas – Tickets kosteten Tausende Dollar.

Doch das Festival endete im Desaster und McFarland in einer Gefängniszelle. Wie konnte es so weit kommen? Vom Tag der Idee bis zur Anklageschrift begleitet diese Netflix-Doku ein historisches Scheitern.

3. Rettet den Kapitalismus

Robert Reich ist Professor für Politik an der US-Eliteuniversität Berkeley und war von 1993 bis 1997 Arbeitsminister der USA. In dem Netflix-Dokumentarfilm folgt er dem Weg des Geldes durch die Vereinigten Staaten und stößt auf große Ungleichheit in der Bevölkerung. Er stellt die großen Wirtschaftsfragen des 21. Jahrhunderts: Warum können so viele Menschen im Kapitalismus nicht überleben, und wie lässt sich das System verändern?

4. Get me Roger Stone

„Die Menschen, die sagen, ich habe keine Seele, sind bittere Verlierer!“ Politikberater Roger Stone ist bekannt dafür, noch schärfer auszuteilen als sein Chef, Donald Trump. Als Berater der Präsidentschaftskampagne im Jahr 2016 wurde ihm der Titel des Chefverschwörers hinter dem Erfolg des Trump-Wahlsiegs verliehen. Diese Doku verfolgt die jahrzehntelange Karriere des Provokateurs durch diverse Präsidentschaften bis zu seinem größten Triumph.

5. Verdorben

Die Amerikaner konsumieren viel mehr Honig, als Bienen produzieren könnten. Diese True-Crime-Doku rechnet in sechs Folgen genau nach und geht hart mit der Lebensmittelindustrie ins Gericht, kritisiert kartellähnliche Zustände und fragwürdige Geschäftspraktiken. Viele Missstände bleiben vom Verbraucher unbemerkt. Zum Beispiel, dass selbst beim Geschäft mit Knoblauch Händler durch Dumpingpreise an ihre Grenzen gebracht werden.

6. The Bleeding Edge

Die Filmemacher Kirby Dick und Amy Ziering nehmen hier Big Pharma unter die Lupe. Zwar sind die USA Innovationsführer in Sachen Medizintechnik, doch sind diese Erfindungen, wie zum Beispiel künstliche Hüftgelenke oder Herzschrittmacher, auch eine häufige Todesursache in den Vereinigten Staaten. Ignoriert die Pharmabranche Risiken zugunsten ihres Profits?

7. 13th

Im 13. Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung heißt es: „Weder Sklaverei noch Zwangsdienstbarkeit darf, außer als Strafe für ein Verbrechen, dessen die betreffende Person in einem ordentlichen Verfahren für schuldig befunden worden ist, in den Vereinigten Staaten oder in irgendeinem Gebiet unter ihrer Gesetzeshoheit bestehen.“

Dieses historische Gesetz nimmt sich der Dokumentarfilm „Der 13.“ zum Titel und erzählt von einer massenhaften Kriminalisierung von Afroamerikanern, die Amerikas Gefängnisse überfüllen. Die Doku spannt so den Bogen zwischen der Abschaffung der Sklaverei im Jahr 1865 und den USA im 21. Jahrhundert.

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