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30.03.2022

09:12

Christie’s

Wechsel, um sich treu zu bleiben

Von: Susanne Schreiber

Dirk Boll verlässt seinen Posten als Präsident von Christie’s. Und entwickelt dort die Abteilung für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts weiter.

Christie's bisheriger Europa-Präsident entwickelt künftig Strategien für die Vermarktung der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Quelle: Christie's

Dirk Boll

Christie's bisheriger Europa-Präsident entwickelt künftig Strategien für die Vermarktung der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Quelle: Christie's

Düsseldorf Das globale Auktionshaus Christie's organisiert die Führungsspitze neu. Dirk Boll verlässt seinen Posten als Präsident von Christie’s für Europa, den Nahen Osten und Afrika (EMEA). Und doch bleibt der 51-jährige Jurist dem Auktionshaus treu, in dem er 1998 anfing. Ab 4. April wird Boll seine Expertise als strategischer Vordenker in der wichtigsten Abteilung einbringen: in der für die Kunst des 20./21. Jahrhunderts.

Solch einen Wechsel aus der Verwaltung in die „Senior Leadership“ der Kunstexperten hat es zuvor noch nicht gegeben. Er gehe, wie der engagierte Professor für Kunstmanagement an der Uni Hamburg dem Handelsblatt sagt, von ihm selbst aus.

Bolls Nachfolgerin als eine von drei Präsident:innen um CEO Guillaume Cerutti wird Anthea Peers. Die 41-jährige Britin leitet seit 2019 Christie’s Privatverkäufe. 2021 steuerten die Privat Sales erstmals hohe 1,7 Milliarden Dollar bei zum Gesamtergebnis von 7,1 Milliarden Dollar.

Dirk Boll begründet den Wechsel mit seiner Freude an Weiterbildung, aber auch mit der in elf Jahren auf Vorstandsniveau erwachsenen Routine in Personal- und Finanzplanung. In der neuen Position bringt der Deutsche seine Erfahrung aus der Business Administration künftig in jene Hauptabteilung ein, die mit Kunst von 1900 bis heute Christie’s Umsatzbringer Nummer Eins ist.

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    Noch bis vor Kurzem waren auch Kunstgewerbe und Alte Kunst wichtig bei Christie’s. Dirk Bolls Kunstbegeisterung schließt diese Sparten ein. Sogar die ausgefallensten Teeservice aus dem Nachlass von Peggy und David Rockefeller kann er so kenntnisreich wie wortgewandt würdigen.

    Der EMEA-Präsident hat die Brexit-bedingten Restrukturierungen gemeistert und in der Pandemie neue Auktionsformate entwickelt. Daneben hat Dirk Boll dank bester Kundenbeziehungen Kunst für einen hohen zweistelligen Millionenbetrag dem Haus zuführen können. Und die stammt ganz überwiegend aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Und vielleicht bleibt dem gern publizierenden Professor künftig auch dafür mehr Zeit.

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