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14.03.2022

16:14

International Gallery Alliance

Wachsender Teamgeist: Galeristen aus aller Welt unterstützen sich gegenseitig

Von: Barbara Kutscher

In der Pandemie haben Galeristen Online-Netzwerke gegründet, um sich in praktischen und strategischen Fragen auszutauschen.

Die gemeinnützige Allianz ging im Oktober 2021 mit 163 Gründungsmitgliedern an den Start. I.G.A.

„International Galleries Alliance” (I.G.A.)

Die gemeinnützige Allianz ging im Oktober 2021 mit 163 Gründungsmitgliedern an den Start.

New York Eine gleich zu Beginn des Lockdowns im Frühjahr 2020 gegründete Whatsapp-Gruppe half Dutzenden von Londoner Galeristen, durch die Pandemie zu navigieren. Gründungsmitglieder waren unter anderen die Galeristinnen Vanessa Carlos und Sadie Coles.

Der damals entdeckte Teamgeist bezieht längst auch internationale Galerien mit ein: die im Oktober 2021 an den Start gegangene gemeinnützige „International Galleries Alliance“ (I.G.A.) mit Sitz in London zählt – wie berichtet – 163 Gründungsmitglieder aus 55 Ländern.

Die lange Liste nennt etwa Jhaveri Contemporary (Mumbai), Galerie Quynh (Ho Chi Minh, Vietnam), Afriart Gallery (Kampala, Uganda) oder LC Queisser aus Tbilisi (Georgien), aber auch Mega-Galerien wie Gagosian, Marian Goodman, Thaddaeus Ropac oder Pace Gallery.

„Und wir sind offen für mehr“, erzählt Daniel Herleth von der Galerie Barbara Weiss in Berlin dem Handelsblatt. Er ist Mitglied im 21-köpfigen Organisationskomitee. Bewerber müssen der zeitgenössischen Kunst verpflichtet sein und dem Publikum zugängliche Räume unterhalten.

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    Elliot McDonald, der Vize-Präsident von Pace in London erklärt auf Handelsblatt-Anfrage: „Ob durch gemeinsame Repräsentanz von Künstlern, Kooperation mit regionalen Galerien, Unterstützung bei Fundraising-Initiativen oder ganz praktischen Fragen etwa nach vertrauenswürdigen Zulieferern, wir glauben, dass sich eine Kameradschaft zwischen Galerien sehr lohnt. Die I.G.A. gibt uns die Möglichkeit, uns stärker in der globalen Galeriencommunity zu verankern, und dafür sind wir dankbar“.

    Die Berliner Galeristin hat 2020 selbst viel in die Entwicklung digitaler Formate investiert und die global agierende Plattform Newviewings.de gegründet. Galerie Barbara Thumm

    Barbara Thumm

    Die Berliner Galeristin hat 2020 selbst viel in die Entwicklung digitaler Formate investiert und die global agierende Plattform Newviewings.de gegründet.

    „Globalität und innovative Strahlkraft unterscheiden die I.G.A. von den üblichen Berufsverbänden“, erläutert Barbara Thumm dem Handelsblatt. Die Berliner Galeristin hat 2020 selbst viel in die Entwicklung digitaler Formate investiert und die global agierende Plattform Newviewings.de gegründet.

    „Für mich ist es interessant in einem Netzwerk zu sein, das auf die zunehmende Digitalisierung des Kunstmarktes reagiert neben der direkten Marktpräsenz von Galerie und von Messen. Dazu braucht es eine starke internationale Lobby für und von uns Galerien,“ sagt Thumm.

    Ihr „Verein“, so Herleth, laufe parallel zu anderen nationalen Kunsthändlerverbänden. Man treffe sich regelmäßig in Online-Konferenzen, die könnten sich wiederum in Gesprächsgruppen rund um Spezialthemen zersplittern. „Wir können ein Schaufenster für die Branche werden“, sagt der Berliner. Ende März soll der erste Newsletter „IGA Weekly“ publiziert werden, eine Verkaufsplattform wurde ebenfalls angedacht. Der Jahresbeitrag beträgt 650 Pfund oder 750 Euro.

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