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11.08.2022

09:55

Kunstmesse Paris + by Art Basel

Art Basel in Paris: Neue Messe in altem Gewand

Von: Olga Grimm-Weissert

Die neue Kunstmesse „Paris + by Art Basel“ übernimmt neben dem Palais auch die zusätzlichen Spielorte der verdrängten Vorgängermesse Fiac.

Eine Interimslösung für Großveranstaltungen. mauritius images/UlyssePixel/Alamy

Grand Palais Ephémère

Eine Interimslösung für Großveranstaltungen.

Paris Paris + by Art Basel“ lautet der unhandliche Name der vierten Messe, die die Art Basel - wie berichtet - im Herbst in Paris veranstalten wird. Schon jetzt heißt sie bei Insidern nur „Paris Plus“. Sie übernimmt Ort und Herbsttermin der erfolgreich verdrängten „Fiac“, Frankreichs einst führender Messe für zeitgenössische und moderne Kunst.

Die Paris Plus findet nicht nur im Grand Palais Ephémère vom 20. bis 23. Oktober statt, sondern übernimmt auch sämtliche zusätzlichen Spielorte der Fiac für weitere Verkaufsangebote: Mit großen Skulpturen in dem Tuilerien-Park beim Louvre, auf dem Place Vendôme, wo immer ein Künstler beziehungsweise dessen Galerie im Fokus steht sowie im kleinen Musée Delacroix, das der Louvre mitverwaltet.

Damit und mit der im Hintergrund beratenden Ex-Fiac-Direktorin Jennifer Flay wirkt die neue Paris Plus beinahe wie die alte Fiac. Neu ist nur die Leitung. Unter dem für die Strategieentwicklung zuständigen Global Direktor Marc Spiegler verantworten der Franzose Clément Delépine als Direktor der Paris Plus und der Italiener Vincenzo de Bellis als zusätzlicher weltweiter Art Basel-Direktor die Messe. De Bellis leitete die „Miart“ in Mailand und war zuletzt Kurator am Walker Art Center in Minneapolis.

Da der Raum des Grand Palais Ephémère beschränkt ist, erhielten nur 156 Galerien aus 30 Ländern die Zulassung. Die Auflage des Vermieters, rund 30 Prozent französische Galerien aufzunehmen, war leicht zu erfüllen. Praktisch alle großen internationalen Galerien haben in den letzten Jahren Filialen in Paris eröffnet. Wie das Handelsblatt exklusiv erfuhr, eröffnet auch die Berliner Galerie Esther Schipper demnächst eine Dependance in Paris.

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    Diesmal zählt man 21 deutsche Händler. Die bewährten Schwergewichte Neugerriemschneider, Capitain Petzel, Max Hetzler, Bärbel Grässlin, Buchholz, Campoli Presti sind wie üblich präsent. Die Berliner Efremidis und Heidi wurden in der Kategorie „aufstrebende Galerien“ akzeptiert.

    Aus für die Design-Messe

    Die bei der Hauptmesse in Basel ausstellenden deutschen Galerien Mehdi Chouakri, Kewenig, König, Nagel Draxler, Rüdiger Schöttle, Sies + Höke und die Galerie Thomas fehlen in Paris. Jene, die zum Auswahlkomitee zählen, stellen selbstverständlich aus, wie der New Yorker Van de Weghe, der Pariser Georges Philippe Vallois oder Air de Paris. Die kleine, gute Galerie Papillon aus Paris wurde ebenfalls akzeptiert, da Marion Papillon den französischen Galerienverband leitet.

    Die zum gleichen Termin wie die Paris Plus angekündigte „Design Miami Paris“ musste ihren ersten Pariser Auftritt bereits annullieren. Die Begründung: Der vorgesehene Place de la Concorde sei kürzlich aus Sicherheitsgründen von der Pariser Präfektur nicht bewilligt worden.

    Details zu Art und Lage der rund 40 Stände von Designhändlern gaben die Veranstalter auf Handelsblatt-Nachfrage nicht bekannt. Ebenso wenig die Liste der angeblich schon angemeldeten Aussteller. Klar ist: Das organisatorische Konzept der Messe Design Miami Paris muss für 2023 revidiert werden.

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