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05.06.2022

09:09

Rath checkt ein: Lanserhof Sylt

Ein neues Haus der Superlative auf Sylt

Von: Carsten K. Rath

Lanserhof ist mit seinem Medical-Health-Konzept seit Jahren Qualitäts- und Marktführer der Branche. Nun eröffnet das Haus einen weiteren Standort auf Sylt.

Seit einer knappen Woche steht den Gästen das neue Lanserhof-Haus auf Sylt zur Verfügung. (Foto: Christoph Ingenhoven)

Weitläufig und clean

Seit einer knappen Woche steht den Gästen das neue Lanserhof-Haus auf Sylt zur Verfügung.

(Foto: Christoph Ingenhoven)

Gesundheit ist der Luxus der aktuellen Zeit. Und wenn Sie wie ich das Alter von 50 leicht überschritten haben, dann liegt Ihnen Ihr körperliches Wohlbefinden so sehr am Herzen, dass Sie Lebenszeit in Prävention investieren. Ganz unabhängig davon, ob schon wieder „Bikini-Body-Saison“ ist. Die eigene Gesundheit wieder auf Vordermann zu bringen ist dabei nicht immer ein Zuckerschlecken. Manchmal sogar eher eine Saure-Gurken-Zeit. Zum Glück gibt es Orte wie den Lanserhof, an denen man fast wie von selbst seine eigene Balance (wieder-)findet – körperlich und mental.

Als Hotelier faszinieren mich Neuanfänge bis heute. Ich eröffnete zahlreiche Hotels auf vier Kontinenten und weiß, wie die Zeit davor abläuft. Es passiert so ungefähr alles. Nur meistens nicht das, was auf dem detaillierten Plan geschrieben steht. Was ich bislang nicht wusste: dass das Pre-Opening einen Vorgeschmack auf das Gasterlebnis aufzeigen kann.

Ich begleitete das Pre-Opening-Team des Lanserhof Sylt bereits einige Tage, bevor am vergangenen Montag der erste Gast angereist ist, um erste Impressionen für Sie zu sammeln – und natürlich auch aus Neugierde. Wie wird ein Haus der Superlative, denn das ist es wohl, auf den letzten Metern gestaltet? Die Antwort ist schlicht: professionell, liebevoll und voller Energie.

Gesundheit steht für den Gast und auch für das Pre-Opening-Team des Lanserhofs an erster Stelle. Der Arbeitsalltag beginnt mit einer frischen Brise am Strand. Bei einer gemeinsamen Frühsportsession mit Hoteldirektorin Dorit von der Osten sammeln wir gemeinsam positive Energien für den bevorstehenden Tag.

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    Carsten K. Rath als erster Gast im Lanserhof Sylt

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    Genau diese positive Stimmung fließt in jede Pore des Hauses mit ein. So ein Team wünscht sich jeder Gast! Insgesamt 150 motivierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kümmern sich um die Erholungssuchenden. Das sind rund 2,5 Mitarbeiter pro Gast und damit asiatische Verhältnisse. Dorit ist ein Vollprofi. Ich eröffnete mit ihr in den 90er-Jahren das Hotel Adlon in Berlin und 2009 das Kameha Grand in Bonn.

    Die positive Energie des Teams strahlt auf die Architektur des Hauses ab, ich jedenfalls sehe und spüre sie in jedem Winkel. Das Reetdach ist das wohl größte, das ich jemals zu Gesicht bekommen werde. Die Gauben sind zu geschmackvollen Balkonen ausgebaut und werden sehr praktisch genutzt. Eine großartige Fortsetzung der traditionellen Sylter Architektur, mutig und zukunftsweisend.

    Ich hätte nie gedacht, dass ich mich einmal überschwänglich über Behandlungsräume äußern würde. Sie sind ja zumeist kühl und vermitteln kein behagliches Gefühl. Nicht so im Lanserhof auf Sylt. Ich liege auf der Therapieliege zur Probe und stelle mir vor, dass ich auf meinen Check-up warte, während ich durch die bodentiefen Fenster auf die Dünen und über die Dünen aufs Meer sehen kann. Sensationell. Die Lage ist ein fester Bestandteil des hier gelebten Luxus-Health-Konzeptes, sodass selbst die Therapeuten davon schwärmen.

    Christian Harisch hat die Sylter Dünenlandschaft für ein neues Lanserhof-Kapitel genutzt. (Foto: Alexander Haiden)

    Der Lanserhof von oben

    Christian Harisch hat die Sylter Dünenlandschaft für ein neues Lanserhof-Kapitel genutzt.

    (Foto: Alexander Haiden)

    Das Zimmer, das ich bewohne, ist auch in der Pre-Opening-Phase bereits bezugsfertig. Ich bin daher der Gast 1. Die Einrichtung ist edel gestaltet und wirkt sehr freundlich durch die hellen Farben, die Holzbalken und die großen Fenster. Überall exzellente Verarbeitung und edle Stoffe. Von meiner begehbaren Dachgaube habe ich einen fantastischen Blick auf das Meer. Allein meine Unterkunft lässt mich mich viel besser fühlen. Ich schlafe hier so gut wie sonst nirgends.

    Das liegt sicher auch daran, dass für jedes Zimmer rund zwei Millionen Euro ausgegeben wurden, legt man die Gesamtinvestition um. Die Investition ist für meine Begriffe sehr gut angelegt. Schließlich wollen die Gäste auch fernab der Behandlungssessions zu Kräften kommen.

    Doch Achtung: Wer zu zweit anreist, sollte sich seine Suite genau aussuchen. In den oberen Räumen sind die Bäder nur durch eine Glastür oder gar einen – wenn auch edlen – Vorhang abgegrenzt. Fairerweise sei gesagt, dass es ein zweites WC im unteren Bereich der Suite gibt, abgeschlossen vom Rest der Zimmer.

    Der Lanserhof zählt mit seinen Dependancen am Tegernsee und nun auf Sylt, zusammen mit einer Klinik in Lans (Österreich) sowie Tageseinrichtungen in Hamburg und London zu den führenden Gesundheitszentren Europas. Bei meinem letzten, 14-tägigen Aufenthalt im Lanserhof am Tegernsee habe ich satte acht Kilogramm Körpergewicht verloren und ein neues Verständnis der Empathie zwischen Team und Gast gewonnen.

    Helle Farben, Holzbalken und die großen Fenster dominieren die edle Gestaltung der Zimmer. (Foto: Alexander Haiden)

    Suite im Lanserhof

    Helle Farben, Holzbalken und die großen Fenster dominieren die edle Gestaltung der Zimmer.

    (Foto: Alexander Haiden)

    Neben den natürlichen Kraftorten wie dem Tegernseer Tal und dem Meeresklima der Nordsee sind es wieder die Therapeuten, Hoteliers, also Ärzte und Gastgeber, die das Konzept zu dem machen, was es heute ist: eine Symbiose aus Spitzenmedizin, Naturheilkunde und ganzheitlichem Energiemanagement. Ganz anders als bei dem ein oder anderen Mitbewerber hat der Lanserhof kein Konzept „One fits all“, im Gegenteil. Individualität pur. Jede Pore in jedem Körper ist anders, sagte mir eine reizende Therapeutin dazu.

    Mein bisher positives Empfinden auf Sylt wird auch hier durch die Mitarbeiter verstärkt. Von einem schönen Ausblick werde ich zwar erholt, aber schließlich nicht unbedingt gesünder. Meine orthopädische Behandlung führt Claudia Zeitler-Bürschgens durch. Die Dame ist unter anderem Massagetherapeutin, Osteopathin und Physiotherapeutin und kombiniert nun das Beste aus allem für eine gelungene und vor allem individuelle Behandlung.

    Ich reise mit schweren Hüftschmerzen an und erhoffe mir in dieser Umgebung Linderung. Ich werde nicht um eine Operation herumkommen, habe aber nach vier Tagen Lanserhof das gute Gefühl, dass der OP-Tisch vielleicht noch fünf Jahre auf mich warten kann. Jan Stritzke, der Chefarzt und Christina Heckberg, Fachärztin, kümmern sich ganzheitlich um mich. Sie sind darüber hinaus noch Botschafter der Empathie.

    Treppenaufgang im Lanserhof. (Foto: Carsten K. Rath)

    Futuristisch

    Treppenaufgang im Lanserhof.

    (Foto: Carsten K. Rath)

    Insbesondere präventive Gesundheitsvorsorge ist das Zauberwort. Wer gesund ist und es auch noch länger bleiben möchte, ist im Lanserhof richtig aufgehoben. Alle Bereiche arbeiten in diesem Haus zusammen. So zaubert die Küche mit ihrer Energy Cuisine das für mich passende Menü – dank Chefkoch Dietmar Priewe und nach Absprache mit den Ärzten. Ich hätte eigentlich nichts gegen ein paar mehr Kalorien gehabt, doch meine Gesundheit geht selbstverständlich vor.

    Natürlich sind mir die kritischen Stimmen zum Lanserhof nicht entgangen. Die moderne Architektur würde die Insellandschaft beeinflussen. Nun, für mich ist das eine positive Entwicklung. Das wunderbare Reetdach passt sich perfekt in die Dachkultur der Insel ein. Ich erinnere mich noch an zurückliegende Eröffnungen auf Sylt: Als das A-Rosa seine Türen öffnete, gab es Kritik. Dasselbe geschah bei der Eröffnung des Severins und des Budersand Hotels. Ich hätte mir wahrlich Sorgen gemacht, wenn es jetzt keine Kritik zum Lanserhof gegeben hätte. Letztlich charakterisieren alle diese Häuser die Insel und tragen dazu bei, dass Gäste von nah und fern ein Stückchen Sylt erleben möchten.

    Fazit: Der Lanserhof übertrifft sich auf Sylt erneut

    Die Gauben der einzelnen Häuser sind zu Balkonen ausgebaut. (Foto: Christoph Ingenhoven)

    Die Dachkultur der Insel

    Die Gauben der einzelnen Häuser sind zu Balkonen ausgebaut.

    (Foto: Christoph Ingenhoven)

    Unternehmerischer Mut wird hoffentlich belohnt. Ich habe großen Respekt davor, wie Christian Harisch die Dünenlandschaft für ein neues, meeresfrisches Lanserhof-Kapitel nutzt und seine Visionen für den Gast umsetzt. Die Anreise nach Sylt und dann auch noch an das Ende der Insel nach List ist sicher etwas beschwerlich, doch sie lohnt sich. Wenn ich mich nun für meinen nächsten gesundheitsbewussten Aufenthalt zwischen dem Lanserhof am Tegernsee und dem neuen Juwel auf Sylt entscheiden müsste? Dann würde ich mich für meine deutsche Lieblingsinsel entscheiden. Und dieses Mal ein umfangreicheres Menü aus der Küche ordern …

    Raths Reise-Rating (aktuelle Wertung gefettet):
    1. Ausdrückliche Reisewarnung
    2. Besser als unter der Brücke
    3. So lala, nicht oh, là là
    4. Meckern auf hohem Niveau
    5. Wenn`s nur immer so wäre
    6. GANZ GROSSES (GESUNDES) KINO

    Über den Autor: Als früherer Grandhotelier und Betreiber einer Reiseplattform ist Carsten K. Rath Globetrotter von Berufs wegen. Sämtliche Hotels, über die er für das Handelsblatt schreibt, bereist er auf eigene Rechnung. Rath ist Ideengeber des Rankings „Die 101 besten Hotels Deutschlands“, zu dessen Partnern auch das Handelsblatt gehört.

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