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08.12.2022

10:59

Warntag: Warum heute die Sirenen heulen dpa

Warntag 2022

Am 8. Dezember ist Warntag in Deutschland.

Warntag 2022

Darum heulen aktuell die Sirenen

Am 8. Dezember heulen in Deutschland um 11 Uhr die Sirenen auf. Grund dafür ist der Warntag, der Bürgerinnen und Bürger für das Thema sensibilisieren soll. Alle Informationen zum Warntag 2022 finden Sie hier.

Düsseldorf Sirenen heulen, Fernseh- und Radiosender unterbrechen ihre Programme, Werbetafeln im Internet schalten auf Alarm und Warn-Apps piepsen. Dieses Szenario wird an diesem Donnerstag Wirklichkeit.

Heute findet in Deutschland ein bundesweiter Warntag statt. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) löst die Warnsignale um 11 Uhr aus. Zeitgleich werden alle zur Verfügung stehenden Warnmittel ausgelöst. Um 11:45 Uhr soll dann die Entwarnung folgen. Warnungen jeglicher Art seien laut BBK erst effektiv und würden akzeptiert werden, wenn allen Bürgerinnen und Bürgern das System und die Abläufe kennen.

Was ist ein Warntag?

Der Warntag ist ein Aktionstag von Bund und Ländern. An diesem Tag sollen alle Warnmittel in ganz Deutschland getestet werden. Auf Länderebene tragen die Innenministerien die Verantwortung und auf der kommunalen Ebene ist die jeweilige für den Katastrophenschutz zuständige Behörde zuständig. Am heutigen Donnerstag handelt sich um einen bundesweiten Alarm. Das heißt, dass die Sirenen deutschlandweit heulen.

Wo höre und sehe ich das Warnsignal?

Das Signal wird in unterschiedlichen Formen an die Bürgerinnen und Bürger ausgespielt. Auch Warn-Apps sollen den Alarm verbreiten. Allen voran die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz Warn-App NINA. Ergänzend werden Sirenen, Lautsprecherwagen und die Infosysteme der Deutschen Bahn genutzt. Erstmals kommt auch das Cell-Broadcast-Verfahren zum Einsatz. Das bedeutet: Im Gegensatz zu anderen Warnsystemen wie Nina oder Katwarn benötigt man keine App, um alarmiert zu werden. Eine Internetverbindung ist also nicht notwendig, um die Textnachrichten zu erhalten. 

Was bedeuten die Sirenentöne?

Es wird zwischen zwei verschiedenen Tönen unterschieden:

  • Im Falle einer Warnung ertönt ein einminütiger Heulton, der auf- und abschwellt
  • Zur Entwarnung wird ein einminütiger Dauerton verwendet.

Bundesweit sind alle Sirenentöne einheitlich.

Warum gibt es den Warntag?

Nach Angaben des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat der Warntag mehrere Ziele. Vor allem sollen die Bürgerinnen und Bürger für das Thema Warnung sensibilisiert werden. Die Bevölkerung soll die Funktion und den Ablauf der Warnung besser verstehen und wissen, welche Warnmittel es gibt und wie Warnungen im Ernstfall ablaufen könnten.

Welche Situationen könnten den Alarm in Zukunft auslösen?

Die Flutkatastrophe im Ahrtal ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, die Bevölkerung schnell zu informieren. Doch nicht nur bei Hochwasser oder Überschwemmungen wird künftig ein Alarm ausgelöst. So soll die Bevölkerung auch in den folgenden Fällen gewarnt werden:

  • Naturkatastrophen wie Tornados, Erbeben oder Lawinengefahr
  • Gefährliche Wetterlagen wie schwere Stürme, Schnee- oder Regenfälle sowie Hitze- und Kältewellen
  • Kriegsähnliche Angriffe, zu denen auch Cyber-Angriffe zählen können
  • Chemie-Unfälle in Industriebetrieben
  • Radioaktive Strahlung, die nach einem Unfall in einem Kernkraftwerk oder durch einen Angriff mit Nuklearwaffen freigesetzt werden
  • Regional können zum Beispiel in der Warn-App NINA auch Warnungen bei Verkehrsstörungen, Feuer oder dem Ausfall der Versorgung mit Strom, Gas, Wasser oder Wärme angezeigt werden

Was sollte ich bei einem Warnsignal tun?

Bei einem Warnsignal erhalten die Bürgerinnen und Bürger in der Regel Informationen zur Gefahr und Empfehlungen, was sie zu ihrem Schutz machen können oder wo sie weitere Informationen finden. Das könnten zum Beispiel die Websites der zuständigen Behörden sein. 

Zu möglichen Notsituationen gehören laut dem BKK unter anderem Unfälle und Brände, aber auch die Beeinträchtigung der Versorgung oder die Vorbereitung auf besondere Risiken.

„Bei solchen Ereignissen ist es wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger sich erst einmal selbst helfen können, bis die organisierte Hilfe eintrifft“, schreibt das BKK.

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