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30.03.2022

14:12

Watch and Wonders in Genf

Mangelware Luxusuhren: Hersteller verknappen das Angebot

Von: Thorsten Firlus-Emmrich

Am Mittwoch beginnt die Messe Watch and Wonders in Genf. Die Schweizer Hersteller exportieren immer weniger Uhren – die aber haben einen höheren Wert.

Die Schweizer Uhrenmarke hat eines ihrer bekannten Modelle für Linkshänder produziert, die die Uhr am rechten Arm tragen möchten. PR

Rolex GMT II

Die Schweizer Uhrenmarke hat eines ihrer bekannten Modelle für Linkshänder produziert, die die Uhr am rechten Arm tragen möchten.

Düsseldorf Die Lünetten glänzen, die Uhren strahlen im Schaufenster des Juweliers Laerbusch in Mülheim an der Ruhr. An einigen Modellen der Marke Rolex stehen fünfstellige Preise, daneben „Unverkäufliches Ausstellungsexemplar“. Interessenten, die die Uhr sofort kaufen würden, gehen leer aus – überall in Deutschland. Schilder wie die im Mülheimer Stadtteil Saarn gehören zur Auslage wie das Ticken zu einer mechanischen Uhr.

Wenn sich vom heutigen Mittwoch an Juweliere aus aller Welt und die Hersteller aus der Schweiz, Deutschland und Italien bei der Messe Watch and Wonders in Genf treffen, dann schauen sie auf ein erfolgreiches Jahr 2021 zurück.

Der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FHS) verzeichnete einen Anstieg der Verkäufe, der sich fast auf dem Niveau von vor der Pandemie einpendelte. Uhren im Wert von knapp mehr als einer Milliarde Euro wurden allein in Deutschland verkauft, 2020 waren es noch 887 Millionen.

An der Spitze des Marktes für mechanische Luxusuhren steht seit Jahren die Genfer Marke Rolex. Laut dem Bericht „The Magnificent Seven“ der Investmentbank Morgan Stanley erzielte Rolex nach Verkaufserlösen einen Marktanteil von 28,8 Prozent.

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    Gemeinsam mit den sechs stärksten Konkurrenten Omega (7,5), Cartier (6,9), Longines (5,6), Patek Philippe (4,8), Audemars Piguet (4,2) und Tissot (3,1) vereinen diese „Magnificent Seven“ fast 61 Prozent des Marktes auf sich – Tendenz steigend. Dabei dürfte Rolex, so schätzt der Report von Morgan Stanley, weiterhin nur rund eine Million Uhren pro Jahr produzieren, Zahlen nennt das Unternehmen traditionell nicht.

    Grafik

    Neben Preiserhöhungen ist es die Konzentration auf hochwertige Modelle, die diese Entwicklung stützt. 73,3 Prozent der Erlöse wurden mit Uhren erzielt, die mehr als 3000 Schweizer Franken kosten. 2020 lag dieser Anteil noch bei 70,4 Prozent.

    Auch der Export wuchs 2021 kräftig auf 22,3 Milliarden Franken – ein Plus von 31,2 Prozent zum Krisenjahr 2020 und 2,7 Prozent gegenüber 2019. Die Stückzahlen gingen dagegen gegenüber 2019 um 23,8 Prozent auf 15,7 Millionen Uhren zurück. Es gibt weniger Uhren, und die werden teurer – schlechte Nachrichten für manche Kunden.

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