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18.03.2022

18:26

Handelsblatt Disrupt

Deutsche Post-Chef Appel: „Wir waren zu selbstzufrieden mit dem, was wir erreicht haben“

Von: Hannah Krolle

PremiumDer Post-Chef spricht über die wirtschaftlichen Folgen des Ukrainekrieges und erklärt, warum Deutschland nicht nur die Verteidigungsausgaben erhöhen sollte.

Düsseldorf Keine der großen Volkswirtschaften treffen die Folgen des Ukrainekrieges so hart wie die deutsche. Aber was bedeutet das konkret? Wie werden sich die Lieferketten verändern? Und vor allem: Wie richtet sich ein so bedeutender Logistikkonzern wie die Deutsche Post DHL Group darauf ein? Das diskutiert Chefredakteur Sebastian Matthes im Podcast Handelsblatt Disrupt mit Frank Appel, dem CEO der Deutschen Post.

Wenn sich Deutschland von der Welt entkoppele, „dann hat das sicherlich sehr negative Auswirkungen auf die Demokratie“, sagt Appel mit Blick auf die Folgen des Ukrainekrieges. In höherem Maße „müssen wir besser sein als alle anderen“. Damit meint er, dass Deutschland noch attraktiver für ausländische Talente werden sollte sowie Infrastruktur und Digitalisierung weiterentwickeln müsse. „Wir waren zu selbstzufrieden mit dem, was wir erreicht haben“, sagt er.

Deshalb solle Deutschland als Reaktion auf den Ukrainekrieg nicht nur die Verteidigungsausgaben erhöhen, sondern auch Unternehmertum fördern, Fachkräfte nach Deutschland holen und es Menschen aus dem Ausland erleichtern, Arbeit zu finden. „In letzter Konsequenz, wenn Russland die Ukraine besetzt, heißt das, dass wir neue Arbeitskräfte – auch gut ausgebildete Arbeitskräfte – bekommen“, sagt er.

Appel spricht ebenfalls über einbrechende Lieferketten und den Ausbau des Lagergeschäfts Supply Chain. Digitalisierung spiele dabei eine zentrale Rolle. Die Post setze Roboter ein, „die mit Menschen zusammenarbeiten“, erklärt er. „Das führt natürlich zu Effizienzgewinnen.“

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    Das Gespräch geht weit über die geopolitischen Verwerfungen infolge des Ukrainekrieges hinaus. Appel erklärt auch, was sein größter Fehler als Manager war, wie er sich als Führungspersönlichkeit verändert hat und worauf er sich nach dem Ende seiner Amtszeit als CEO freut. Denn ab 2023 wird er den Vorstandsvorsitz an Tobias Meyer übergeben. „Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt“, sagt Appel. „15 Jahre sind lange genug.“

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