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21.01.2022

16:30

Handelsblatt Disrupt

Robert Habeck und Volker Wissing: So soll der grüne Umbau der Wirtschaft gelingen

Von: Hannah Krolle

Der Wirtschaftsminister will Billiganbieter von Strom und Gas strenger regulieren. Verkehrsminister Wissing erklärt seine Pläne zur Mobilitätswende.

Düsseldorf Aktuell herrscht ein regelrechtes Chaos auf dem Strommarkt. Da manche Energiediscounter ihre Lieferungen einstellen, rutschen zahlreiche Kunden in die Grundversorgung und müssen höhere Tarife hinnehmen. Die Energiepreiskrise treibt auch den Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen um, der mit Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes auf dem Energiegipfel über die Problematik sprach. Nachzuhören ist das Gespräch in der aktuellen Folge des Podcasts „Handelsblatt Disrupt“.

„Der Winter ist für viele Menschen eine echte Belastung“, sagte Habeck. Hohe Lebenshaltungskosten, stark gestiegene Energiekosten und der Zusammenbruch günstiger Energieanbieter seien eine „enorme soziale Härte“. Die Spekulation der Billiganbieter, „sich auf ewig zu günstigen Preisen an der Strombörse einzudecken“, sei „kein belastbares Geschäftsmodell“, so Habeck. Das System müsse transparenter werden.

„Dass sich die Menschen in dem guten Glauben, ein günstiges Angebot bekommen zu haben, jetzt im teureren Grundversorgungstarif wiederfinden, kann nicht einfach so ohne Konsequenzen bleiben“, kündigte Habeck an.

Unternehmen will er beim grünen Umbau „mit einem mittleren dreistelligen Milliardenbetrag“ unterstützen. Er kündigte an, die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen für die Bereitstellung von Klimaschutzverträgen (Carbon Contracts for Difference, kurz CCfD) zu schaffen.

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    Der Staat versichert darin den Unternehmen, die Mehrkosten für Investitionen in klimaneutrale Verfahren gegenüber Investitionen in konventionelle Technik zu tragen. An Geld werde es nicht fehlen, versprach Habeck. „Wir haben uns in den Koalitionsgesprächen darauf verständigt, dass das, was gebraucht wird, auch finanziert wird – Hauptsache, es funktioniert.“

    Wie Wissing die Mobilitätswende schaffen will

    Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) sorgte mit seinem Bekenntnis zum Elektroauto als Fahrzeug der Zukunft für Wirbel in der eigenen Partei. Bei seiner ersten Rede als Minister im Bundestag sprach er von Technologieoffenheit gegenüber „jedem Beitrag zur CO2-Reduzierung“. Auf dem Handelsblatt-Energiegipfel rechtfertigte er sich und präsentierte seine Pläne zur Mobilitätswende. „Wir wollen elektrisch betriebene Fahrzeuge haben“, sagte Wissing.

    Natürlich würden Hybridfahrzeuge dazu einen Beitrag leisten. „Aber idealerweise sind es vollelektrische Autos“, sagte er. Das bedeutet: Wenn bis 2030 insgesamt 15 Millionen Elektroautos verkauft werden sollen, müsste ab heute jedes zweite verkaufte Auto ein Stromer sein. „Wir können nicht zögern und abwarten, bis es die eine Lösung gibt“, sagte Wissing. Potenzielle Käufer könnten auch in Zukunft mit Unterstützung rechnen. „Das werden wir entsprechend mit Förderprogrammen und dem Ausbau von Ladeinfrastruktur begleiten.“

    Zum Thema Tempolimit sagte Wissing, dass er verstehe, dass es die Menschen umtreibe. „Aber es ist ein Thema, das die Probleme im Mobilitätssektor, vor allem im Pkw-Bereich, überhaupt nicht löst. Es ist ein ganz kleines Thema, auch wenn es ein sehr emotionales ist.“

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