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20.06.2022

10:34

Handelsblatt Rethink Work

Bestseller-Autor John Strelecky: „Wir haben Angst davor, nicht richtig gelebt zu haben“

Von: Charlotte Haunhorst

Seine Bücher „Das Café am Rande der Welt“ und „The Big Five for Life“ haben sich millionenfach verkauft. Im Podcast erklärt John Strelecky seinen Erfolg.

Der amerikanische Bestsellerautor spricht im Podcast „Rethink Work“ über seine Erfolgsgeschichte.

John Strelecky

Der amerikanische Bestsellerautor spricht im Podcast „Rethink Work“ über seine Erfolgsgeschichte.

Düsseldorf Alle 19 Sekunden kauft irgendjemand auf der Welt ein Buch von John Strelecky. So erzählt er es zumindest selbst im Handelsblatt Podcast „Rethink Work“. Der 52-jährige US-Amerikaner hatte Erfolg mit Selbstfindungsliteratur, eine riesige Community folgt seinen Ratschlägen. Seine bekanntesten Werke „Das Café am Rande der Welt“ und „The Big Five for Life“ haben sich millionenfach verkauft, Ersteres wird aktuell in Deutschland verfilmt.

Streleckys Grundidee klingt dabei zunächst simpel: Finde den Zweck, für den du existierst („Purpose for existing“ im Original) und richte danach dein Leben, also auch deine Arbeit aus. Dann wirst du erfolgreich sein. Als zweiten Schritt lässt Strelecky dann seine Leserinnen und Leser ihre „Big Five for Life“ definieren – also die fünf Dinge, die sie im Leben unbedingt erreichen wollen. Aber ist das wirklich so einfach?

Bei der persönlichen Podcast-Aufnahme in Hamburg sagt Strelecky eindeutig Ja. Er selbst sei in einfachen Verhältnissen aufgewachsen und könne es dementsprechend nachvollziehen, wie schwer es beispielsweise für Menschen ohne Geld sei, nur das zu tun, was sie möchten. „Ich habe noch nie jemanden getroffen, der mir von seinen „Big Five for Life“ erzählt hat, und bei dem ich keinen Weg gefunden hätte, diese auch ohne Geld umzusetzen“, sagt Strelecky. Seine Kernerkenntnis bei all diesen Gesprächen: „Wir haben keine Angst davor zu sterben. Wir haben Angst davor, nicht richtig gelebt zu haben.“

Umso wichtiger sei es ihm allerdings auch, sich nicht schlecht dafür fühlen zu müssen, finanziellen Erfolg zu haben. Strelecky, der vor seiner Schriftstellerkarriere als Berater gearbeitet und einen MBA absolviert hat, sagt: „Wenn du dich nicht wohl damit fühlst, dass Menschen sich für deine Leistungen bei dir bedanken wollen und du deshalb Geld dafür bekommst, sabotierst du deinen eigenen Erfolg.“

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    Seine eigene Motivation dabei sei es, einen positiven Einfluss auf das Leben anderer Menschen zu haben. „Wir verbringen 70 Prozent unserer wachen Zeit damit, Montag bis Freitag auf der Arbeit zu sein, dort hinzufahren oder darüber nachzudenken. Und ich dachte mir dann: Wenn ich einen positiven Einfluss auf die Welt haben will, muss ich unser aller Sichtweise auf die Arbeit ändern.“

    Inwiefern die Coronapandemie sich auf seine Buchverkäufe ausgewirkt hat, warum die heranwachsende, junge Generation Z es trotz allen Bewusstseins für „Purpose“, also den Sinn von Arbeit, nicht unbedingt leichter hat und warum Kommerz und Selbstfindung kein Widerspruch sein müssen, erzählt John Strelecky in der aktuellen Folge „Handelsblatt Rethink Work“.

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