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Bike Sharing

Chinas Fahrradfriedhöfe - Was vom Bike Sharing übrig bleibt

In China boomt das Radsharing. Doch die Folgen werden immer schwerer beherrschbar: Defekte Zombie-Räder türmen sich auf wilden Friedhöfen.

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Hunderte Bike-Sharing Anbieter wollen in China zum Marktführer aufsteigen. An jeder Straßenecke kann man ein Fahrrad per Smartphone in Betrieb nehmen, für wenig Geld nutzen und dann an einem beliebigen Punkt abstellen. Für lange Zeit ein gern genutztes Angebot, doch der Boom rächt sich. Reuters

Leihräder

Hunderte Bike-Sharing Anbieter wollen in China zum Marktführer aufsteigen. An jeder Straßenecke kann man ein Fahrrad per Smartphone in Betrieb nehmen, für wenig Geld nutzen und dann an einem beliebigen Punkt abstellen. Für lange Zeit ein gern genutztes Angebot, doch der Boom rächt sich.

Bild: Reuters

Eigentlich sollten die Radinitiativen China wieder zur Fahrradnation machen und das Land vom Smog befreien. Doch die Beseitigung ist nicht ganz einfach. Hier werden Fahrräder auf einer Abfalldeponie in Blöcke gepresst. Reuters

Vermüllung

Eigentlich sollten die Radinitiativen China wieder zur Fahrradnation machen und das Land vom Smog befreien. Doch die Beseitigung ist nicht ganz einfach. Hier werden Fahrräder auf einer Abfalldeponie in Blöcke gepresst.

Bild: Reuters

Der orangefarbene Anbieter Mobike dominiert das Geschäft und ist auch in deutschen Städten tätig. Erst letztes Jahr sammelte das Unternehmen 215 Millionen Dollar ein. Auf Chinas Straßen sind mittlerweile eine halbe Millionen Mobike-Fahrräder unterwegs. Beim nächst größeren Konkurrent Ofo sind es 200.000 – und ständig werden es neue Anbieter und mehr Fahrräder. Sie kommen kaum hinterher defekte Fahrräder einzusammeln, oder auszutauschen. AP

Fahrrad-Flut

Der orangefarbene Anbieter Mobike dominiert das Geschäft und ist auch in deutschen Städten tätig. Erst letztes Jahr sammelte das Unternehmen 215 Millionen Dollar ein. Auf Chinas Straßen sind mittlerweile eine halbe Millionen Mobike-Fahrräder unterwegs. Beim nächst größeren Konkurrent Ofo sind es 200.000 – und ständig werden es neue Anbieter und mehr Fahrräder. Sie kommen kaum hinterher defekte Fahrräder einzusammeln, oder auszutauschen.

Bild: AP

Doch Räder, die nicht mehr genutzt werden, landen häufig auf wilden Müllkippen. Zehntausende Fahrräder türmen sich hier zwischen heruntergekommenen Häusern in Shanghai auf. Reuters

Die Folgen

Doch Räder, die nicht mehr genutzt werden, landen häufig auf wilden Müllkippen. Zehntausende Fahrräder türmen sich hier zwischen heruntergekommenen Häusern in Shanghai auf.

Bild: Reuters

Besonders beschädigte und kaputte Fahrräder sorgen für die enormen Müllmassen. Ein Fahrrad des Anbieters Mobike kostet in der Anschaffung rund 410 Euro. Ofo setzt hingegen auf ein Billigprodukt für nur 35 Euro. Reuters

Defekte Räder

Besonders beschädigte und kaputte Fahrräder sorgen für die enormen Müllmassen. Ein Fahrrad des Anbieters Mobike kostet in der Anschaffung rund 410 Euro. Ofo setzt hingegen auf ein Billigprodukt für nur 35 Euro.

Bild: Reuters

Im harten Konkurrenzkampf scheiden Unternehmen häufig aus. Die Städte bleiben auf den Rädern sitzen. Zuletzt kündigte O-Bike an, zahlungsunfähig zu sein. Allein in München blockierten 7.000 Räder die Innenstadt. Der Anbieter ist inzwischen abgetaucht. Reuters

Pleiten

Im harten Konkurrenzkampf scheiden Unternehmen häufig aus. Die Städte bleiben auf den Rädern sitzen. Zuletzt kündigte O-Bike an, zahlungsunfähig zu sein. Allein in München blockierten 7.000 Räder die Innenstadt. Der Anbieter ist inzwischen abgetaucht.

Bild: Reuters

Was mit den Fahrrad Friedhöfen passieren soll, ist meist nicht geklärt. In einigen Fällen sollen die Räder repariert werden und in kleineren Städten bereitgestellt werden. Reuters

Entsorgung

Was mit den Fahrrad Friedhöfen passieren soll, ist meist nicht geklärt. In einigen Fällen sollen die Räder repariert werden und in kleineren Städten bereitgestellt werden.

Bild: Reuters

Auch wird viel Rad-Müll in Würfel gepresst und dann ähnlich wie bei Auto-Schrottplätzen entsorgt. Reuters

Recycling

Auch wird viel Rad-Müll in Würfel gepresst und dann ähnlich wie bei Auto-Schrottplätzen entsorgt.

Bild: Reuters

Anbieter Ofo hatte lange an einer Expansion nach Deutschland gearbeitet. Das Vorhaben wurde schon nach kurzer Zeit wieder aufgegeben. „Ich bin überzeugt, dass noch vor dem Jahr 2030 Fahrräder zum ersten Gegenstand werden, an dem es keinen Privatbesitz mehr gibt“, erklärte Gründer Dai Wei. Welche Folgen das haben kann, belegen die Friedhöfe aus China. Reuters

Kein Privatbesitz

Anbieter Ofo hatte lange an einer Expansion nach Deutschland gearbeitet. Das Vorhaben wurde schon nach kurzer Zeit wieder aufgegeben. „Ich bin überzeugt, dass noch vor dem Jahr 2030 Fahrräder zum ersten Gegenstand werden, an dem es keinen Privatbesitz mehr gibt“, erklärte Gründer Dai Wei. Welche Folgen das haben kann, belegen die Friedhöfe aus China.

Bild: Reuters

Per Luftaufnahme haben die abgestellten Fahrräder eine gewisse Ästhetik. picture alliance / Huang Hechang

In Reih und Glied

Per Luftaufnahme haben die abgestellten Fahrräder eine gewisse Ästhetik.

Bild: picture alliance / Huang Hechang

Tausende Fahrräder des Fahrradverleihsystems „Hangzhou Public Bicycle“ stehen auf einer Wiese. Bis 2020 will der Anbieter 175.000 Fahrräder bereitstellen. dpa

Leihfahrräder

Tausende Fahrräder des Fahrradverleihsystems „Hangzhou Public Bicycle“ stehen auf einer Wiese. Bis 2020 will der Anbieter 175.000 Fahrräder bereitstellen.

Bild: dpa

Viele Städte kritisieren die Fahrradinvasion auf den Gehwegen und verbannen die Räder aus dem Stadtgebiet. AFP

Fahrrad-Parkplatz

Viele Städte kritisieren die Fahrradinvasion auf den Gehwegen und verbannen die Räder aus dem Stadtgebiet.

Bild: AFP

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